VIETNAM

EIN DETAILLIERTER REISEBERICHT

21. Januar bis 18. Februar 2016

24 Stunden vor dem planmäßigen Abflug kann jeder Reisende von Emirates seinen Sitzplatz online reservieren, soweit dies bei der Buchung noch nicht geschah. Das ist sehr praktisch und viele andere Fluggesellschaften bieten den gleichen Service an.
Es gab noch viele freie Plätze und so konnte ich die Chance nutzen zumindest auf der erste Etappe bis Dubai, neben mir einen freien Platz zu haben.
Der Weiterflug von Dubai nach Ho Chi Minh City oder Saigon war fast ausgebucht und ich hatte Glück in der 9. Reihe einen Platz reservieren zu können.
Es ist schon sehr angenehm, wenn der Flughafen Frankfurt "vor der Tür liegt". Mit S-Bahn oder Auto ist man schnell da.
Die großen A380 Airbusse von Emirates werden im Terminal 2 abgefertigt. Pass- und Sicherheitskontrolle konnte ich trotz sehr genauem Check schnell passieren.
Leider verspätete sich der Abflug am 20. Januar, 20.30 h, um ca. 1 Stunde; kein Problem, da ich in Dubai ausreichend Zeit habe, um den Anschlussflieger zu erreichen.
Dubai ist heute ein riesiger Flughafen. Wir landen in Terminal A; zum Terminal B geht es mit Aufzug und Bahn und nach rund 30 Minuten habe ich mein Weiterflugterminal erreicht. Abfug in Dubai und Ankunft in Ho Chi Minh City abends gegen 19.00 h waren pünktlich. Einreise und Zoll problemlos und schnell, das Visa für den Aufenthalt hatte ich bereits im Dezember 2015 im Konsulat in Frankfurt für 65 Euro beantragt.
Der Geldautomat (ATM) funktionierte leider nicht, so habe ich erst mal 50 € in VDN (Dong) gewechselt. Mit dem Prepaid Taxi (190.000 Dong = 8 Euro) in mein Hotel und erst mal schlafen. Mein Hotel, Huong Mai, ist nur 100 Meter von Bahnhof entfernt. Es ist sauber, es gibt sogar Flip-Flops fürs Bad und total ruhig. Nach deutscher Zeit ist es jetzt 21. Januar ca. 15.00 h - Der Zeitunterschied beträgt 6 Stunden -.



Ho Chi Minh City / Saigon

Saigon oder Ho Chi Minh City, welcher Name richtiger ist, da streiten sich die Geister.
Nach Beendigung des Vietnamkriegs und der Wiedervereinigung wurde die Stadt 1976 in Ho Chi Minh City umbenannt. Der Name Saigon wird von Einheimischen und auch staatlichen Unternehmen nach wie vor gerne benutzt. Im Zug nach Mui Ne kam ich mit einem Vietnamesen ins Gespräch und frage welchen Namen die Einheimischen lieber benutzen: Saigon, war die klare Antwort.
Die Stadt hat geschätzt 7 bis 8 Millionen Einwohnern. Durch die ständige Zuwanderungen aus allen Teilen Vietnams steigt die Einwohnerzahl ständig.

Mein erster Eindruck von Saigon

Ich hatte eine gute Nacht und bin heute früh, am 22. Januar 2016, zu meinem ersten Rundgang durch die Innenstadt gestartet. Die rund 2 km in das Zentrum bin ich gelaufen. Ich habe mich mit dem Stadtplan im Reiseführer super gut zurecht gefunden, sodass es keine Problem war mein erstes Ziel, die Notre Dame Kathedrale, zu finden.

Von hieraus möchte ich einen ganz besonderen Gruß senden:
Lieber Bernd, ich habe ganz bewusst diese sehr schöne Kirche als mein erstes Ziel ausgewählt, um Dir von hier ganz herzlichen Grüße zu senden. Ich werde während dieser Reise öfter an Dich denken und dabei Kraft und Hoffnung senden. Ich habe hier eine Kerze für Dich angezündet.
Herzliche Grüße Albert

Saigon: Notre Dame
Notre Dame-Kathedrale -
die französische Konnolialzeit hat mit vielen Kirchen hier ihre Spuren hinterlassen.
Saigon: Notre Dame
Notre Dame-Kathedrale - von innen

Bei über 30 C, zum Glück keine feuchte Hitze, geht es weiter durch das Zentrum. Saigon ist eine große, aber saubere Metropole. Der Verkehr ist verrückt; es gibt unzählige Motorräder, ja und einige Autos. Hier über die Straße zu gehen kostet beim ersten mal Überwindung. Man sucht sich eine Lücke aus und geht konsequent, aber langsam über die Strasse, evtl. bleibt man in der Mitte kurz stehen, um den Gegenverkehr zu beurteilen, dann geht dann im gleichen Tempo auf die andere Seite. Es ist wirklich kein Problem denn keiner fährt aggressiv, man gibt Zeichen und kommt problemlos auf der anderen Seite an.

Saigon: Wie kommt man hier über die Strasse
Wie kommt man hier über die Strasse??
Saigon: am Ben Thanh Markt
am Ben Thanh Markt, im Hintergund der Bitexco Financial Tower

Es gibt überall was zu sehen: super moderne Einkaufszentren und viele öffentlichen Gebäude. Es sind alles relativ neue Bauten, bzw. Gebäude aus der Zeit der französischen Kolonialzeit, wie zum Beispiel die Post.

Saigon: Ein sehenswerte Post
Eine sehenswerte Post. In der großen Schalterhalle gibt es Bänken zum Ausruhen.

Saigon: Der Wiedervereinigungspalast
Den Wiedervereinigungspalast kann man besichtigen,
mir reicht ein Blick auf das Gebäude und den gepflegten Park darum.
Saigon: Ein Stadttheater
Das Stadttheater

In Phang Ngu Lao gibt es einige Reisebüros und viele Touristenhotels. Ich informiere mich, was es für Angebote gibt und was man unternehmen kann. Ich möchte ja noch ins Mekong Delta. So ganz überzeugen mich die Angebote hier nicht.
Nach dem Abendessen setze ich mich zum ersten mal in meinem Leben auf den Soziussitz eines Motorrades. Ich bekommen einen Helm und los geht es zurück in mein Hotel.
Morgen geht es weiter. Es macht Spass diese Stadt zu erkunden.

23. Januar 2016 - Cho Lon - das chinesische Zentrum

Ich bin gestern Abend auf den Geschmack gekommen, mit dem Motorbike geht es schnell und bequem, so lasse ich mich auch heute in das chinesische Viertel, Chu Lon chauffieren. Mit Helm und gut festhalten sowie der Hoffnung, dass der Fahrer weiß was er tut, geht es quer durch die Stadt, rote Ameln, Gegenverkehr, alles kein Problem, nach einer Viertelstunde sind wir am Ziel. Es ist nicht viel billiger als ein Taxi; der Vorteil liegt klar in der Wendigkeit und Schnelligkeit.

Der Kim Bien Markt oder unweit davon entfernt der Binh Tay Markt sind keine Shoppingcenter nach unseren Verstellungen, es sind chinesische Märkte auf engstem Raum. Hier herrscht dichtes Gedränge und geschäftiges Treiben. Hier wird alles angeboten, was das Herz begehrt. Jeder Zentimeter wird ausgenutzt, die Durchgäng sind so schmal, dass man kaum an den Verkäufern bzw. Kauf- interessenten vorbei kommt.
Es ist eine Atmosphäre wie ich sie liebe! Wer mich kennt kann nur sagen: "Das kann nicht sein!". Ja, ein Widerspruch, unsere sterilen Kaufhäuser und Einkaufsstraßen meide ich, aber hier spielt sich das wahre Leben ab. Man weiß gar nicht wo man zuerst hinsehen soll, die Eindrücke sind sehr vielfältig.
Natürlich gibt es auch Essenstände, an der ich mir erstmal meine Pho-Suppe genehmige und die sieht super aus!

Saigon: Hier wird meine Pho Suppe gekocht
Hier wird meine Pho Suppe mit Rindfleisch gekocht.
Saigon: Meine Pho Suppe
Meine Pho Suppe

Weiter geht es durch ein enges und stark befahrenes Straßengewirr. Etwas versteckt, aber dann habe ich sie gefunden, die Cha Tam Kirche. Hier komme ich mit Franzosen ins Gespräch und gemeinsam suchen wir nach chinesischen Pagoden, von denen es hier auch einige geben soll.

Saigon: Cha Tam Kirche
Cha Tam Kirche
Saigon: Ha Chuobg Hoi Quan Pagode
Ha Chuobg Hoi Quan Pagode

Genug für heute. Ein Motorbikefahrer bringt mich zuerst zu den Büros der FUTA Busse. Morgen will ich erst mal in das Mekong Delta. Ich soll gegen 7.00 h da sein, damit ich den Bus um 8.15 h nehmen kann.
Das war übrigens einer meiner Motorbikefahrer.

Saigon: mein Motorbikefahrer.
Mein Motobikefahrer

Wer jetzt zeitlich chonologisch meine Erlebnisse im Mekong Delta lesen möchte klickt hier: MEKONG 24.+25.1.16

26. Januar 2016 - Zurück in Saigon - Binh Tay Market in Cho Lon

Nach meiner Rückkehr aus dem Mekong Delta werde ich mir heute erstmal wieder eine Pho-Suppe genehmigen und fahre dafür wieder nach Cho Lon. Obwohl die Orientierung in dem engen und sehr großen Markt nicht leicht ist, finde ich "meine Köchin" schnell wieder. Ich habe den Eindruck, dass sich die Verkäufer und Anbieter innerhalb des Marktes nach Waren und Themen zusammen- geschlossen haben. Hat man erst mal den Bereich gefunden, in dem Lebensmittel verkauft werden findet man schnell auch die Garküchen. Ich habe zusätzlich noch ein Bild der Köchin gezeigt, da wurde ich sehr schnell an den richtigen Stand dirigiert.

Das Hier noch ein paar Impressionen, was sich um den Markt herum abspielt.

Saigon: Binh Tay Markt
- Binh Tay Markt - Mitten im Markt gibt es eine "freien" Platz mit Brunnen.
Frei ist der Platz natürlich nicht ganz, auch hier werden Waren (ich nehme an) nur kurzzeitig zwischengelagert.
Saigon: Binh Tay Markt
- Rund um den Binh Tay Mark -
Es ist schon erstaunlich was alles auf ein Motorrad passt und damit (sicher) transportiert werden kann.
Saigon: Binh Tay Markt
- Rund um den Binh Tay Mark -
Saigon: Binh Tay Markt
- Rund um den Binh Tay Mark -
Saigon: Binh Tay Markt
- Rund um den Binh Tay Mark -
Diese Frau auf dem voll bepackten Cyclo (Fahrrad-Rikscha) habe ich eine zeitlang beobachtet.
Der arme Rikschafahrer hatte alle Mühe, die Einkäufe auf seinem Cyclo zu halten.



26. Januar 2016 - War Remnants Museum, das Kriegsrelikte Museum

Saigon: Kriegsrelikte Museum
War Remnants Museum, das Kriegsrelikte Museum

Nachmittags besuche ich das War Remnants Museum, das Kriegsrelikte Museum.
Ich glaube, nicht nur ich verbinde mit dem Wort / Land Vietnam auch die Berichterstattung über einen Krieg. Ich möchte das nicht weiter mit Adjektive beschreiben, jeder Krieg bedeutet Zerstörung und unendliches Leid. Dieser Krieg wird hier aus vietnamesischer Sicht dokumentiert. Bilder habe ich hier keine gemacht! Es ist ein sehr beeindruckendes Museum und auf jeden Fall ein Besuch wert.

Wie kam es eigentlich dazu?
Mir war nicht bewusst, dass im Juli 1945 während der Potsdamer Konferenz nicht nur über das Schicksal von Deutschland nach dem 2. Weltkrieg bestimmt, sondern auch über Vietnam und dessen provisorische Teilung in Nord- und Südvietnam gesprochen wurde.

Kurz nach der Kapitulation Japans rief Ho Chi Minh am 2. September 1945 die Demokratische Republik Vietnam (DRV) aus.
Die Siegermächte des 2. Weltkrieges setzen am 13. September 1945 die Beschlüsse der Potsdamer Konferenz um:
Der Süden wird von britischen Truppen besetzt und die inhaftierten französischen Truppen befreit.
(Vietnam war französische Kolonie, aber während dem 2. Weltkrieg von Japan besetzt.)
Der Norden - Trennungslinie war der 17. Breitengrat - stand unter chinesischer Verwaltung, ließen aber den Viet Minh freie Hand.

Die Viet Minh im Norden hielten im Januar 1946 eine Wahl ab, die zu über 90 % zugunsten von Ho Chi Minh ausfiel.
In der vorläufigen französisch-vietnamesische Konvention am 6. März 1946 zwischen Frankreich und den Viet Minh, erkennt Frankreich die Demokratische Republik Vietnam an und sieht einem Abzug bis 1950 aus ganz Vietnam vor.
Natürlich war es das Bestreben von Ho Chi Minh ein ungeteiltes Vietnam zu bekommen. Daraus wurde aber nichts, bereits im November 1946 kam es zu Eskalationen, bei der die Stadt Hai Phong von französischen Kriegsschiffen beschossen wurde.
Militärische reagierten die Viet Minh unter General Giap mit Guerillaangriffen.
1950 wurde Nordvietnam von der Sowjet Union, China und Jugoslawien anerkannt und Botschafter ausgetauscht.
Frankreich und Amerika reagierten darauf mit der Anerkennung der Regierung in Südvietnam; zu groß war die Sorge hier einen weiteren kommunistischen Staat entstehen zu lassen.
1951 begannen die Viet Minh eine Offensive in der sie zwei Drittel des Landes unter ihre Kontrolle bringen konnten. Die Schlacht bei Dien Bien Phu im Jahre 1953 hatte keine Gewinner: 93.000 tote Franzosen und 200.000 tote Viet Minh.
1954 wurde in Genf eine Indochina Konferenz abgehalten. Der Norden sollte unter Ho Chi Minh und der Süden unter Ngo Dinh Diem regiert werden, wobei der Süden auf massive finanzielle Unterstützung durch Amerika rechnen konnte.
Vetternwirtschaft, autokratische Führung und Übergriffe auch Mönche in Hue führten 1963 zum Sturz von Ngo Dinh Diem. Die Amerikaner hatten Diem fallen gelassen.
Es dauerte 2 Jahre bis der Süden wieder eine stabile Regierung hatte.
1964 griffen die Amerikaner mit Bodentruppen, Napalm und dem Entlaubungsgift "Agent Orange" in den Krieg ein. Im Süden hatte sich in den vergangenen Jahren die so genannte Nationale Befreiungsfront (FNL) als Kriegsgegner formiert, die von Nordvietnam über den Ho Chi Minh Pfad unterstützt wurde.
In der Zeit zwischen 1965 und 1968 befanden sich bis zu 500.000 amerikanische Soldaten in Land. Gleichzeitig formierte sich weltweit eine Antikriegsbewegung, der sich auch Martin Luther King anschloss.
Nach der Tet-Offensive des Nordens, bei der die FNL sogar kurzzeitig die amerikanische Botschaft in Saigon besetzen konnten leitet Richard Nixon 1968 die Beendigung des Krieges ein.
Im Mai 1968 wurde ein Waffenstillstand vereinbart, der aber nicht eingehalten wurde. Im März 1969 waren 543.000 amerikanische Soldaten in Vietnam stationiert.
Am 8. Juni 1968 rief die FNL eine Provisorische Revolutionäre Regierung der Republik Südvietnam aus.
Ho Chi Minh starb am 2. September 1969.
Es sollte noch bis zu 30. April 1975 dauern bis nordvietnamesische Soldaten den Präsidentenpalast in Saigon stürmten und der Krieg zu Ende ging.

Sorry, die kurze Zusammenfassung der Geschehnisse musste sein, denn die wenigsten wissen und dazu habe auch ich gehört, was die Auslöser dieses 30 Jahre andauernden Krieg war und worum es in diesem Krieg nach dem 2. Weltkrieg ging.
Für Frankreich: um den Erhalt einer Kolonie.
Für Amerika: die Sorge um die Ausbreitung von kommunistischen Staaten.
Für Vietnam: um ein ungeteiltes Land.
Soweit mein vorläufiges Verständnis.
Nach so viel Krieg habe ich mich entschlossen, die Tunnelsysteme, Cu Chi, der FNL am Rande der Stadt (ca. 25 km außerhalb) nicht mehr zu besuchen.



Strassenbeleuchtung im Zentrum Saigon vor dem Tet Fest

Saigon: Strassenbeleuchung im Zentrum Saigon
Strassenbeleuchung im Zentrum Saigon
Saigon: Strassenbeleuchung im Zentrum Saigon
Strassenbeleuchung im Zentrum Saigon



27. Januar 2016 - Pagode des Jadekaisers

Am letzen Tag meines Aufenthaltes in Saigon besuche ich die Pagode des Jadekaisers, Chua Nguo Hoang. Es ist eine sehr schöne und auch bei vielen Vietnamesen beliebte Pagode.
Der Jadekaiser ist die höchste Gottheit des Taoismus. Wer von ihm in den Himmel gelassen werden will, muss sich in seinem Leben viele Verdienste erworben haben.

Saigon: Pagode des Jadekaisers
Pagode des Jadekaisers
Saigon: Pagode des Jadekaisers
Pagode des Jadekaisers

Nicht allzu weit von der Pagode des Jadekaisers, Chua Nguo Hoang entfernt liegt die Tan Dinh Kirche. Leider konnte ich diese Kirche nur von außen besichtigen.

Saigon: Tan Dinh Kirche
Tan Dinh Kirche



Mekong Delta - My Tho

26. Januar 2016 - Rundfahrt auf dem Mekong

Heute,24. Januar 2016, klingelt der Wecker um 6.00 h. Ich mache mich schnell fertig, das Hotel hatte ich schon gestern Abend bezahlt, und fahre mit dem Taxi zum Büro von Phuong Trang (FUTA Busse), kaufe für 100.000 Dong (ca. 4,50 €) ein Busticket nach My Tho im Mekong Delta. Man weißt mir gleich einen Bus zu, der mich an den Stadtrand zu einem großen Busbahnhof bringt. Dort muss ich warten bis mein Bus um kurz nach 8.00 h eintrifft. Es ist eine Art Schlafwagenbus mit Liegesitze. Für eine Stunde Fahrt etwas gewöhnungsbedürftig, aber OK.

Saigon: FUTA Bus.
FUTA Bus

In My Tho bin ich der einzige Fahrgast, der hier aussteigt. Ich werde kurzerhand an einer kleinen "Haltestelle ausgesetzt" und muss jetzt sehen wie ich weiter kommen. Wie schon in Saigon gibt es auch hier viele Motorbikefahrer, die auf Kundschaft warten. Mit der großen Reisetasche, Rucksack und Fototasche wäre wohl ein Taxi besser? Kein Problem, das geht alles! Wo soll es denn hin gehen? Da ich keine Reservierung habe zeige ich dem Fahrer auf dem Stadtplan im Reiseführer wo ich hin will.
Helm auf, alles verstaut, die Reisetasche vorn vor dem Lenker und schon geht es los!
Nach 10 Minuten Fahrt sind wir da. Kann er mir auch ein Hotel empfehlen? Er bespricht sich mit Passanten; bis 400.000 Dong darf das Hotel kosten. Es kostet weniger und liegt direkt am Mekong. Ja, das macht einen ordentlichen Eindruck. Der Bikefahrer bekommt sein Geld und ich checke ein.
Ob ich auch eine Rundfahrt über den Mekong und zu den 3 Inseln machen möchte? Klar! Was kostet das? 850.000 Dong, OK, das ist nicht preiswert, aber ich sage (vielleicht etwas zuschnell) zu.
15 Minuten später geht es los.
Es ist ein kleines Holzboot auf dem sich vielleicht 10 Stühle für Fahrgäste befinden. Einer der "Passanten" die mein Motorbikefahrer vorhin fragte steuert jetzt das Boot und hat sich mir als mein Guide für heute vorgestellt. Na gut!
Es geht quer über den Fluss. Der Mekong fließt hier gemächlich Richtung offenem Meer; es ist ja nur ein Seitenarm, aber der ist größer und breiter als unser "Vater Rhein". Vor uns überspannt eine große Brücke den Fluss.

Große Brücke über den Mekong.
Große Brücke über den Mekong
My Tho: auf dem Boot
Auf dem Boot: mein Guide und Kapitän des Bootes.
Schwimmwesten sehe ich keine - nur keine negativen Gedanken.
My Tho: auf dem Boot
Mit einem kleinen Boot durch die Kanäle
My Tho: auf dem Boot
Mit einem kleinen Boot durch die Kanäle

Auf der ersten Insel werden mir verschiedene einheimische Früchte gezeigt und zum Probieren hingestellt. Nach einem Stopp und Besichtigung einer Pythonschlange, die sich mein Guide um den Hals legt, geht es in kleinen Booten durch sehr enge Kanäle. Es scheint Ebbe zu sein, denn das Wasser hat sichtbar vor kurzer Zeit gut einen Meter höher gestanden. Auf beiden Seiten des Kanals Palmen und Bananenstauden. Hier herrscht reger Verkehr, offensichtlich werden hier alle Besucher durchgeschleußt. Nach kurzer Zeit kommen wir wieder am offen Fluss an mir wird bedeutet auszusteigen, natürlich wird ein Trinkgeld erwartet.
Mein Guide erwartet mich mit seinem Boot schon.

My Tho: Rambutan
Rambutan
Diese Früchte werden überall auf den Märkten angeboten. Wenn man die rote Schale abmacht, kommt weißes Fruchtfleisch zum Vorschein, der den Kern umhüllt.
My Tho: Früchte
Früchte
hinten von links nach rechts: ??, Papaya, Ananas
vorne von links nach rechts: Jack Fruite, Rambutan, Guava mit ?
My Tho: Jack Fruit
Jack Fruit
My Tho: mein Mittagessen
Mein Mittagessen

Es geht weiter, auf einer zweiten Insel werden Süssigkeiten aus Kokusnusssaft hergestellt. Natürlich darf ich probieren, aber ich soll auch kaufen. Ja, so habe ich mir die Rundfahrt nicht vorgestellt. Es ist in etwa das gleiche, das ich im Reisebüro in Saigon hätte buchen können, für einen Bruchteil dessen was ich hier bezahlt - gut dafür bin ich allein und nicht mit 50 Touristen gemeinsam unterwegs.
Auf der dritten Insel gibt es dann das Mittagessen, sehr schön für das Auge aber viel zu viel für eine Person und natülich geht das extra.

My Tho: Bambusbrücke
Bambusbrücke, zum Glück nur zur Demonstration.
My Tho: Fischerbote
Fischerboote

Nach rund 3 1/2 Stunden geht es zurück. Ja, es war OK. Was erwarte ich? Authentische Kulturen, romantische Landschaften, das typische Vietnam - Indochina wie vor 100 Jahren? Natürlich bekomme ich das, was alle Touisten bekommen.
Mein Guide bietet mir an mich Morgen gegen 5.00 h abzuholen und zu einem Floating Market nach Cai Be zu fahren. OK!

25. Januar 2016 - Cai Be - Floating Market

Sehr früh aufstehen! Kurz nach 5.00 morgens holt mich mein Guide mit dem Motorrad ab. Es ist noch dunkel als wir über die frühmorgentlichen Straßen brausen. Brausen ist das richtige Wort und ich bin froh, eine warme Jacke an zu haben, denn der Fahrtwind ist doch recht frisch. Der Verkehr ist mäßig, daher geht es mit Vollgas zu unserem Ziel, nach etwas mehr als einer Stunde haben wir Cai Be erreicht, es ist jetzt hell.

Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market

Der Reiseführer "Stefan Loose" beschreibt den Markt als sehenswert, besonders im Januar. Schreibt aber auch, dass es Tage gibt, an denen nichts los ist; genau so einen Tag habe ich getroffen. Das ist schade!
Es waren an diesem schönen Morgen leider nur sehr wenige Boote unterwegs, die heute hauptsächlich Wassermelonen in großen Mengen zum Kauf anboten.

Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market
Cai Be: Floating Market

Nach gut einer Stunde auf den Seitenarmen des Mekong rund um den Ort Cai Be verlassen wir, mein Guide und ich das Boot. Er zeigt eine Hütte in der Reispapier von Hand hergestellt wird. Eine Art dünner Reisteig wir auf einem Stoffdeckel, der von unten mit heißem Wasserdampf erhitzet wird, aufgetrage. Der Brei verfestigt sich und wird dann vorsichtig zum Trockenen auf einem Bambusgestell gelegt. In den vielen Garküchen und Restaurants wird das Reispapier für Teigtaschen, Snaks oder Frühlingsrollen benutzt, da es essbar ist.

Cai Be: Floating Market
Cai Be: hier wird Reispapier hergestellt.
Cai Be: Floating Market
Ein Seitenarm des Mekong

Auf der Rückfahrt machten wir kurz Halt am Haus meines Guides.
Seine Frau schlachtet ein Huhn und bereitete eine Pho Suppe zu.
Ich werde mehrmal daran erinnert, dass ich für das geschlachtete Huhn Geld da lassen soll. Es war das erste mal, dass ich für das Essen bei einer Einladung zahlen musste. Selbst in den ärmlichsten Hütten in den Slums von Howrah wurde ich eingeladen.
Es geht nicht um das Geld, es geht um Gastfreundschaft und die scheint es hier nicht zu geben.

Vielleicht hätte ich gestern mehr über den Preis für die beiden Ausflüge verhandeln sollen, denn der war überteuert wie ich später feststellte.
Ich fühle mich doch etwas ausgenommen und auch bei diesem Ausflug beibt ein bitterer Nachgeschmack.
Ich bedeute meinem Gastgeber, dass er mich zu meinem Hotel und zum Busbahnhof bringen soll. Dort gibt es dann noch eine kurze Diskussion über den vereinbarten Lohn. Einen "Nachschlag" gibt es nicht!
Diesmal ist es ein normaler Linienbus mit dem ich nach Saigon zurück fahre. Ich zahle nur 30.000 Dong, dafür bin ich aber 2 Stunden unterwegs und es gibt viele Zwischenstopps.

Zurück in Saigon lasse ich mich erst mal in mein Hotel bringen, wieder mit dem Motorrad. Pause und Ausruhen nach der kurzen Nacht und den vielen neuen Eindrücken.

Zurück nach Saigon 26. Januar 2016? bitte hier klicken: SAIGON 26.+27.1.16



Mui Ne

Ankunft am 28. Januar 2016

Mui Ne
Mui Ne

Am 28. Januar 2016 fahre ich morgens um 6.30 h mit dem Zug nach Phan Thiet. Von hier aus sind es etwa 25 km bis Mui Ne, einem ehemals verschlafenen Fischerort. Heute reihen sich Hotels, Resorts und Guesthouses über mehr als 10 km an der Strasse nach Mui Ne. Mir kommt es vor wie das Mallorca von Vietnam. Ich habe ein Zimmer in einem Guesthouse vorgebucht. Das Taxi teile ich mir mit einem Paar aus den Niederlande. Sie sind bereits zum 10ten mal hier und steigen etwas früher aus. Nach meiner Ankunft um 11.30 h wird das Zimmer noch schnell fertig gemacht. Ich warte solange in einem sehr schönen und gepflegten Garten.
Jetzt gönne ich mir erst mal ein paar Tage Erholung. Der Ort dafür scheint ideal dafür zu sein.

Mui Ne
Mui Ne - hier wird Eis geschreddert

Am 30. Januar 2016 miete ich mir zusammen mit meinem Zimmernachbar, Julian, ein Fahrrad, um die Roten Sanddünen und den Stand nördlich von Mui Ne zu besuchen. Es ist eine recht schweißtreibende Angelegenheit und die Fahrräder sind für uns viel zu klein und eine Gangschaltung haben sie natürlich auch nicht. Am nördlichen Ortsrand von Mui Ne erreichen wir die Roten Sanddünen.

Mui Ne
Mui Ne - Radtour zu den Roten Dünen Mui Ne
Mui Ne - an den Roten Dünen
Mui Ne
Mui Ne - an den Roten Dünen
Mui Ne
Mui Ne - an den Roten Dünen - Julian und Albert

Kurz hinter Mui Ne kommen wir an einen schönen Stand.

Mui Ne
Mui Ne - Strand nördlich von Mui Ne

31. Januar 2016 - Kurzer Spaziergang zu "Fairy Spring". Ein kleiner Bach fließt durch ein "Schlucht" / Tal, deren Seiten etwas 5 oder 6 Meter hoch hinauf ragen. Nichts spektakuläres aber trotzdem sehr sehenwert, da es hier den roten und weißen Sand zu sehen gibt. Der rote Sand ist sehr locker und umgibt einen weißen Sandstein. Von dem Wasser des Baches wird der rote Sand weggespült und der weiße Sandstein freigelegt. Aber auch der weiße Sandstein scheint so locker, dass er von dem Wasser sehr langsam abgetragen wird.
Von der Hauptstraße führt ein kleiner Weg zu einem Bach. Das Bachbett ist sandig, sodaß man gut barfuß dem Bach folgen kann. Es ist sehr schön hier zu laufen, natürlich gibt es viele Besucher, dies sich diese kostenlose Natursehenswürdigkeit anschauen wollen.

Mui Ne - Fairy Spring
Mui Ne - Fairy Spring; der rote Sand und der darunter liegende weiße, etwas festere Sandstein.
Mui Ne - Fairy Spring
Mui Ne - Fairy Spring
Mui Ne - Fairy Spring
Mui Ne - Fairy Spring

Am Ende der Schlucht soll ein keiner Wasserfall sein. Da aber das Wasser im Bach, je weiter man geht, immer höher wird habe ich da gepasst, als mir das Wasser über die Knie ging.

01. Februar 2016 - Spaziergang am Strand. Also, der Strand von Mui Ne hat mich nicht überzeugt. Selbst vor den Luxushotels war er nicht sonderlich gepflegt und ein paar Meter weiter ein leerstehendes, dem Verfall preisgegebenes Hotelgebäude. Da habe ich schon schönere Strände gesehen.

Mui Ne - Luxushotel
Mui Ne - Luxushotel mit Pool -
Mui Ne - Strand vor dem Hotel
Mui Ne - Der Strand vor dem Luxushotel mit Pool -
Mui Ne - Diem Lien Guesthouse
Mui Ne - Diem Lien Guesthouse - Garten vor meinem Zimmer.
Hier konnte man wirklich die Seele baumeln lassen und sich gut erholen.



Nha Trang

Map Vietnam: Saigon bis Nha Trang
Map Vietnam: Saigon bis Nha Trang

Am 3. Februar 2016 fahre ich mit dem Bus von Mui Ne nach Nha Trang; Fahrtzeit etwa 4 1/2 Stunden, 220 km.
Gegen 12.45 h holt mich der Bus vom meinem Guesthouse, Diem Lien, ab. Der Bus ist bis auf 4 Plätze voll besetzt. Nach kurzer Fahrt, noch innerhalb von Mui Ne, hält der Bus an; 5 Minuten Pause heißt es. Es halten noch mehrere Busse des gleichen Unternehmens und ich beobachte, wie der Fahrer an der Klimaanlage herumschraubt. Aus den 5 Minuten wird fast eine Stunde, dann geht es weiter, noch mal ein kurzer Halt, die letzen Fahrgäste steigen noch ein, Chinesen. Dann geht es los. Zuerst über eine normale Landstrasse, dann biegen wir auf eine nagelneue vierspurige Autobahn ein. Es geht mit zügigen Tempo voran, die Reparatur an der Klimaanlage war wohl erfolgreich, es wird recht kühl und ich bin froh meine Jacke griffbereit zu haben. Nach 2 Stunden gibt es noch mal eine Pause an einer Raststätte bevor wir gegen 18.00 h Nha Trang erreichen.
Die Landschaft war sehr abwechslungsreich: Reisfelder, Drachenfruchtplantagen, einige Ortschaften, aber auch Brachland und Dünen und Meer; alles dabei.

Map Vietnam: Saigon bis Nha Trang
Nha Trang - Happy New Year; das neu Jahr beginnt am 8. Februar

Kaum ausgestiegen werde ich schon von einem Motorbikefahrer angesprochen, wo ich hin will. Ich zeige ihm meinen Zettel mit der Adresse und dem Namen des Hotels. 100.000 Dong will er; gut dass ich im Hotel gefragt habe, was es kosten darf: 80.000 Dong mit dem Taxi. Also sage ich zu teuer, er geht auf 50.000 Dong herunter und da stimme ich zu. Helm auf, Rucksack umgeschnallt, Reisetasche auf dem Lenker und schon geht es wieder weiter. Nach gut 10 Minuten sind wir da, es war keine weiter Fahrt, die 50.000 Dong waren großzügig bemessen, aber wir reden von 2,30 Euro also alles keine Summen. Das Hotel liegt am Ende einer kleinen Seitenstrasse / Sackgasse und damit sehr ruhig.
Einchecken, Abendessen und dann mit Deutschland skypen und ab ins Bed; Morgen werde ich Nha Trang erkunden.

Nha Tran - Strand
Nha Tran - Große Hotelkomplexe an der km-langen Strandpromenade -
Alles sehr schön geschmückt und hergerichtet. Die gelbe Blumendekoration an der Fassade des Hotels (rechts) ist nachts beleuchtet.

Nach dem Frühstück breche ich auf Nha Trang zu erkunden. Das Hotel liegt nur 5 Minuten von einem kilometerlangen Sandstrand entfernt. Hier dreht sich alles um Strandurlaub! Eine große, vierspurige Strasse, auf der einen Seite Hotels, Restaurants und Geschäfte, auf der andern Seite ein Park mit Bäumen unter denen man sich im Schatten auf Bänke setzen kann. Die Rasenfläsche soll nicht betreten werden. Es ist alles sehr gepflegt und überall sind Arbeiter zugange dies zuerhalten. Am Strand kann man Liegen unter Sonnenschirme mieten. In der Hochsaison zwischen Juni und August soll es hier brechend voll sein, davon sind wir jetzt weit entfernt.
Gut eine Stunde schlendere ich in nördlicher Richtung am Strand entlang.

Nha Tran - Strand
Nha Tran - Strand -
Nha Tran - Strand
Nha Tran - Strand -
Nha Tran - Strand
Nha Tran - Strand -

Nha Tran -
Nha Tran - es gibt sehr eindrucksvolle und luxuriöse Hotelbauten -
Nha Tran -
Nha Tran - gut 7 km Sandstrand
Nha Tran -
Nha Tran - ein Fischereihafen, hier soll es gute Fischrestaurants geben.

Cham-Tempel-Po-Nagar

Es war dann doch gut etwas mehr als 1 Stunde zu laufen, bis ich den Cham-Tempel-Po-Nagar erreiche.
Wieder eine sehr beliebte Touristenattaktion, einige Busse parken vor der Anlage; der Eintritt kostet 22.000 Dong.
Es gibt überwiegend asiatische Besucher und mir fällt es schwer zwischen Vietnamesen, Chinesen und Japanern zu unterscheiden. Aber alle habe eines gemeinsam: mit Handy, Selfie Stick werden Fotos gemacht. Einige, ja sehr hübsche Frauen in schicken Sommerkleidern, lassen sich endlos vor den historischen Hintergrund fotografieren, posieren immer wieder anders und lächeln zuckersüss in die Kamera.
Es braucht schon etwas Geduld, bis ich einen Augenblick erwischte, und es waren wirklich nur wenige Sekunden, um meine Bilder mit möglichst keinen Personen darauf machen zu können.

Nha Tran - Cham-Tempel-Po-Nagar
Nha Tran - Cham-Tempel-Po-Nagar -
Nha Tran - Cham-Tempel-Po-Nagar
Nha Tran - Cham-Tempel-Po-Nagar -
Nha Tran - Cham-Tempel-Po-Nagar
Nha Tran - Cham-Tempel-Po-Nagar -

Mein Weg führt mich weiter über zwei Brücken in ein Stadtteil mit einem großen Markt. Er ist leicht zu finden; die Marktbunden sind mitten in der Straße aufgebaut und bieten für den Besucher alles "was das Herz begehrt"; angefangen von lebenden Hühnern, bei deren Anblick manch deutscher Tierschützer wohl am liebsten eingreifen würde, über Obst und Gemüse, Süßigkeiten insbesondere kandierte Früchte, Kiwis, Ananas, Bananen usw., Gewürze, Dinge für das tägliche Leben, eben alles.

Nha Tran - Markt
Nha Tran - Markt -
Ja fotografieren ist erlaubt und die Marktfrauen lachen, wenn ich Ihnen die Bilder zeige.
Nha Tran - Markt
Nha Tran - Markt
Nha Tran - Markt
Nha Tran - Markt
Nha Tran - Markt
Nha Tran - Markt

Nha Trang - der südliche Stadtteil

Heute, am 05. Februar 2016, erkunde ich den Stand in südliche Richtung. Gestern habe ich mir ganz schön den "Pelz verbrannt"; bei dem angenehmen Wind habe ich das erst abends im Hotel richtige gemerkt.

Hier fallen mir Strandhäuser auf mit direktem Zugang zum Sandstrand. Die Bungalows in der 2. oder 3. Reihe stehen in einer sehr gepflegen Parkanlage. Das ist natürlich auch eine sehr schöne Alternative Badeurlaub zu verbringen.

Bis zu der Seilbahnstation auf die Insel Vinh Nguyen mit dem Vergüngungspark Vinpearl sind es dann noch gut 3 bis 4 km. Einen öffentliche Buslinie verbindet das Touristenviertel mit der Seilbahnstation von Vinpearl.

Ich wollte mir das einfach mal ansehen. Nein, Vinpearl ist nichts für mich und gegen 11.00 h vormittags sollte man auch im Februar mit gut 1 Stunde Wartezeit rechnen, ehe man mit der Seilbahn auf die Insel fahren kann. Den Wartezonen nach zu schließen ist der Andrang in der Hochsaison mehrmals so groß.

Auch der nahe gelegene Fischereihafen ist kein Foto wert. - Ich fahre zurück ins Hotel und pflege meinen Sonnenbrand.

Nha Tran - Vinpearl
Nha Tran - Vinpearl -
Nha Tran - Vinpearl
Nha Tran - Vinpearl
Die Fähre hat wohl ausgedient seitdem es die Seilbahn gibt.

Nha Trang - Die Kathedrale

Nha Tran - Kathedrale
Nha Tran - Kathedrale -
Nha Tran -
Nha Tran - Die Kathedrale liegt mitten in der Stadt; hier münden mehrere Strassen in einen Kreisel-

Die Franzosen haben die Kirche zwischen 1928 und 1934 erbaut. Sie ist auch durch ihre Lage mitten in der Stadt ein Hauptmagnet für die Touristen.
Mich fasziniert immer wieder auch das Geschehen auf der Strasse; was wie transportiert wird und obwohl für unsere Augen jeder fährt wie er will es nicht zu Unfällen kommt und der Verkehr zügig abfließt.

Nha Tran -
Nha Tran - es kommt auch manchmal vor, dass der Motorbikefahrer 2 dieser Blumenkübel transportiert.
Nha Tran -
Nha Tran - es gibt nichts das zu groß wäre, um es auf dem Motorrad zu transportieren.

Nha Trang - Long Son Pagode

Nha Tran - Long Son Pagode
Nha Tran - Long Son Pagode -
Der weiße Buddha hebt sich leider nur sehr schwach von dem etwas bewölkten Himmel ab.
Nha Tran - Long Son Pagode
Nha Tran - Long Son Pagode -

Heute, am 06. Februar 2016, besuche ich die Long Son Pagode. Die Pagode liegt an der 23 Thang 10 Strasse am Fuss des kleinen Berges Trai Thui. Schon beim Betreten der Anlage kann man den weißen Buddha über den Pagode aus den Bäumen hervorragen sehen.
Etwa 150 Stufen führen auf den Berg; auf halber Strecke geht es nach rechts zu einem liegenden Buddha. Der weiße Buddha auf dem Berg ist aber ganz klar die Hauptattraktion. Im Sockel der Statue befinden sich Reliefs von den Mönchen, die sich 1963 aus Protest über den von Amerika überstützten südvietnamesischen Präsidenten Diem öffentich verbrannten.

Nha Tran - Long Son Pagode
Nha Tran - Long Son Pagode - der liegende Buddha.
Nha Tran - Long Son Pagode
Nha Tran - Long Son Pagode - der weiße Buddha
Im Sockel die Portraits der Mönche
Nha Tran - Long Son Pagode
Nha Tran - Long Son Pagode -
Am Tet- oder Neujahrsfest werden auch der Verstorbenen gedacht und die kleinen Urnengräber geschmückt.

Von hier oben hat man auch einen schönen Blick über diese große Stadt.

Nha Tran - Long Son Pagode
Nha Tran - Long Son Pagode - Blick auf die Stadt Nha Trang.



Hoi An

Heute, am 7. Februar 2016, geht es morgens um 7.20 h mit Vietnam Air von Nha Trang, oder besser Cam Ranh, nach Da Nang. Der Flughafen von Nha Trang liegt etwa 35 km südlich in Cam Ranh. Die frühmorgendliche Taxifahrt über gespenstisch leere Straßen.
Einchecken, der Flughafen ist sehr übersichtlich, es gibt nur 3 Abfluggates für Inlandsflüge und um 7.15 h rollt die Maschine schon zur Startbahn; nach einem kurzem Flug von 50 Minuten sind wir um kurz nach 8.00 am Ziel in Da Nang. Hier wurde ich von einem etwas muffeligen Taxifahrer des Hotels abgeholt. Da das Zimmer erst nach 12.00 h frei wurde musste ich mich auf dem Sofa an der Rezeption gedulden; auch das war kein Problem.
Die Hotels in Vietnam waren bisher immer gut, so auch das "Golden Bell". Es liegt etwa 2 km vom Zentrum / der Altstadt entfernt. Das kann man gut laufen oder mit den kostenlosen Fahrrad des Hotels fahren.
Heute endet das chinesische / vietnamesische Jahr, d. h. Morgen am 8. Februar ist Neujahr. Also wird heute um Mitternacht das neue Jahr mit Feuerwerk und einer toll geschmückten Stadt begrüßt.
Ich schlendere durch die historische Altstadt und bin ganz begeistert von den vielen bunten Lampions. Alles ist festlich geschmückt. Es ist eine tolle Atmosphäre; die ganze Stadt ist auf den Beinen. Ich gönne mir ein gutes Abendessen und warte danach die Zeit bis Mitternacht ab. Es gibt ein organisiertes Feuerwerk, kein privates "Geknalle" wie bei uns. Das Jahr der Affen hat begonnen.
Müde, aber voller schöner Eindrücke falle ich später im Hotel in mein Bett.

Happy New Year - Vietnamesisches Neujahrsfest am 8. Februar 2016 - das Jahr der Affen

Über den Jahreswechsel geben die privaten Arbeitgeber ihren Angestellten 5 Tage frei, Angestellte im öffentlichen Dienst sogar 7 Tage. Banken haben fast eine ganze Woche geschlossen; gut dass ich mich rechtzeitig mit ausreichend Bargeld versorgt habe. Viele Geschäfte haben geschlossen, einige Restaurants. Vietnam ist in Feierlaune und das neue Jahr wird überall mit "Happy new year" begrüßt.

Hoi An
Hoi An - die Stadt der Lampione
Hoi An

Hoi An - leider geben diese Bilder nur einen wagen Eindruck von der Wirklichkeit wider.
Man muss es erleben, durch die Altstadt laufen und die vielen bunten Lichter und Lampione bewundern.

Hoi An
Hoi An

Hoi An
Hoi An -
Hoi An
Hoi An -

Hoi An
Hoi An - erst bei Einbruch der Dunkelheit wird der ganze Charme dieser Stadt sictbar.

Hoi An
Hoi An - Der Strand
Es ist für mich wie ein "Kälteschock" - vom heißen Nha Trang, hier habe ich täglich 2 Hemden durchgeschwitzt, habe ich hier in Da Nang bzw. Hoi An Temperaturen nur um die 16 C, Wind und zum Teil Nieselregen. Die Dame an der Rezeption sagte mir, dass es in Hanoi noch kühler werden könnte; darauf war ich nicht eingestellt. Ich hoffe sie irrt sich.

Endlich wieder Sonne und warm

Heute ist mein letzter Tag in Hoi An, 10. Februar 2016. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm!!
Seit meiner Ankunft hier vor 3 Tagen, habe ich schon die Befürchtung gehabt, im Norden mit kühleren Temperaturen und weniger Sonne leben zu müssen.

Ich werde heute noch mal ein große Runde mit dem Fahrrad drehen und mir all die schönen Plätze bei Sonne und blauen Himmel ansehen.

Hoi An
Hoi An - Der Strand bei Sonne
Hoi An
Hoi An - Der Strand bei Sonne

Hoi An
Hoi An -

Hoi An
Hoi An - nachts und beleuchtet sieht das ganz anders aus.
Hoi An
Hoi An -

Hoi An
Hoi An -

Hoi An
Hoi An -
Hoi An
Hoi An - Zum ersten mal im neuen Jahr ist auch der Markt wieder offen.

An Hoi
Insel An Hoi - Kein Schreibfehler! Zu Hoi An gehört eine kleine Insel die An Hoi heißt.



Hue

Heute, am 11.Februar 2016, fahre ich mit dem Bus von Hoi An nach Hue. Dieser Zwischenstopp war ursprünglich nicht geplant. Da die Verkehrsverbindungen wegen der TET Feierlichkeiten doch besser sind, als von mir angenommen, lasse ich mein Zugticket von Da Nang nach Hanoi verfallen und nehme statt dessen von Hue Morgen einen Flieger nach Hanoi.
Eine Reise nach Vietnam ohne einen Stopp in Hue sollte man nicht machen. Die alte Kaiserstadt Hue mit seiner großen Zitadelle muss man gesehen haben.
Die Fahrt dauert für die rund 100 km etwa 3 Stunden.

Hue
Hue - Brücke über den Parfümfluss
Hue
Hue - der Verkehr ist überall in Vietnam chaotis ch

Hue
Hue - Durchgang, die erste Mauer umfasst die ganze historische Stadt.

Die Stadt Hue liegt zu beiden Seiten des Parfümflusses. Von meinem Hotel ist der historische Kaiserpalast in gut 20 Minuten zu Fuss zu erreichen. Ich muss den Fluss auf einer der beiden Brücken überqueren und dann der "Menschenmasse folgen". Hue ist einer der Touristenmagnete schlecht hin. Der Kaiserpalast wird von einer großen bis zu 6 Meter dicken Mauer umgeben. Der Eintritt kostet 150.000 Dong (ca. 6,20 €).
Im Vietnamkrieg wurden die historischen Bauten leider (von beiden Kriegsparteien) stark beschädigt. Seit Jahren ist man dabei die Anlage wieder nach alten Plänen wieder aufzubauen und zu restaurieren.

Hue
Hue
Hue
Hue

Hue
Hue

Die Palastanlagen sind sehr beeindruckend und sehr weitläufig. Neben der so genannten "Verbotenen Stadt" die hauptsächlich vom Kaiser und seinem Gefolge für Regierungsgeschäften genutzt wurden, gab es auch die Wohnräume der über 100 Konkubinen des Kaisers und auch seine privaten Räume. All diese Bereiche sind durch hohe Zeigelsteinmauern getrennt.

Hue
Hue
Hue
Hue

Hue
Hue

Hue
Hue
Hue
Hue - Blick über den Parfümfluss auf das moderne Hue.



Hanoi

Heute, am 12. Februar 2016, fliege ich von Hue nach Hanoi. Wie auch bei meinem letzen Flug von Nha Trang nach Da Nang verläuft auch dieser Flug super pünktlich und vollkommen problemlos. Ich hatte den Flug ja erst vor 2 Tagen spontan gebucht; es gibt noch einige wenige freie Plätze.

Vietnam ist ein sehr großes, lang gestrecktes Land. Von meinem Ausgangspunkt in Saigon / Ho Chi Minh Stadt bis Hanoi habe ich rund 1.800 km zurückgelegt;
eine Stecke von Hamburg bis nach Neapel!

Laut Reiseführer liegt der Flughafen 35 km außerhalb der Stadt. Bei 12.500 Dong/km für die ersten 30 km wird das recht teuer! Egal, es ist einfach bequemer und mit dem Bus ist man viel länger unterwegs. Auf der Taxiuhr werden neben dem Fahrpreis auch die gefahrenen Kilometer angezeigt; es waren nur 27 km.
Das Hotel liegt in der Altstadt in einer kleinen Seitenstraße.
Nach dem Einchecken gehe ich zuerst das Thema "Halong Bucht" an. Die freundliche Dame an der Rezeption zeigt mir ein Angebot:
2 Tage / 1 Nacht, Einzelkabine, Verpflegung und Transfer Hanoi - Halong - Hanoi für 185 USD rund 170 Euro. Ob es den Preis wert war, werde ich wohl erst danach beurteilen können.
Morgen, Samstag, geht es schon los, da das Wetter ab Montag schlechter und kühler werden soll.

Jetzt werde ich erst mal die Umgebung erkunden, ab Montag habe ich dann noch 3 Tage Zeit Hanoi kennen zu lernen.

Hanoi
Hanoi - Ly Thai To ist der Begründer einer der ersten Dynastien im historischen Vietnam.
Hanoi
Hanoi

Hanoi
Hanoi
Hanoi
Hanoi - Die Oper

Es war eine sehr gute Entscheidung die Halong Bucht um einen Tag vorzuziehen. Heute, Montag 15. Februar 2016, ist es in Hanoi kalt, nur um die 16 C und der Himmel ist voller Wolken. In meinem ersten Spaziergang durch die Hauptstadt von Vietnam werde ich Ho Chi Minh meine Aufwartung machen. Das Mausoleum ist zwar heute geschlossen, aber auch von außen kann ich ja mal kurz "Hallo" sagen. Einmal pro Stunde gibt es eine Wachablösung vor dem Eingang; das darf ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Ho Chi Minh Mausoleum

Hanoi
Hanoi - Ho Chi Minh Mausoleum
Hanoi
Hanoi - Ho Chi Minh Mausoleum - Wachablösung

Hanoi
Hanoi - Märtyrerdenkmal
Hanoi
Hanoi - Der Präsidentenpalast

Die Altstadt

Hanoi
Hanoi - In der Altstadt
Hanoi
Hanoi - In der Altstadt

Der Literaturtempel

Hanoi
Hanoi - Der Literaturtempel
Hanoi
Hanoi - Der Literaturtempel
Hanoi
Hanoi - Der Literaturtempel



Halong Bucht

13. Februar 2016 ist der Höhepunkt meiner Reise! Morgens um 8.00 h holt mich ein Bus am Hotel ab und es geht zur Halong Bucht.
Um kurz nach 12.00 h sind wir endlich am Ziel. Mit einem kleinen Beiboot werden die rund 20 Mitreisende auf das Schiff gebracht. Es ist alles perfekt organisiert: Ich habe eine Kabine mit einem kleinen Balkon, eigener Dusche und WC.
Während wir zu Mittag essen, Buffet, große Auswahl und alles sehr ausreichend und gut, geht es schon los. Essen, fotografieren, ich weiß gar nicht wohin ich zuerst schauen soll. Überall ragen bizarre Felsen aus dem Wasser. Nach dem Essen genieße ich die Aussicht auf dem Sonnendeck, diese Landschaft ist sensationell und ich kann mich nicht entscheiden welche Bilder ich aussortieren soll.

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Es ist eine gigantischen Landschaft! Die Bucht ist sehr groß, rund 438 qkm, mit rund 2.000 Felseninseln. Bei diesen 2 oder 3 Tage / 1 oder 2 Nächte Touren sieht man natürlich nur ein Bruchteil. Das ist vollkommen ausreichend. Diese kleine Kreuzfahrt durch die Halong Bucht ist perfekt organisiert:
die Touristen werden vormittags von Hanoi nach Halong gefahren und auf die Schiffe gebracht. Mein Schiff hatte 16 Kabinen für rund 30 Passagiere. Die Touristen, die 2 Nächte hier verbringen werden am 2. Tag auf einem andern Boot zu verschiedenen Ausflügen und Aktivitäten gebracht. In dieser Zeit werden die Touristen wieder an Land gebracht und neue Gäste in Empfang genommen. So pendelt das Schiff täglich vom Hafen zu einem Ankerplatz für die Nacht in der Bucht und fährt am nächsten Vormittag wieder zurück. - Ein perfekt ausgeklügeltes System.

Wir fahren nur rund 90 Minuten und ankern in der Nähe einer "Floating Village".
Wir steigen um auf kleine Ruderboote und werden, jeweils 4 Personen, durch dieses schwimmende Ort gefahren.
Nach gut einer halben / dreiviertel Stunde erreichen wir an eine "Pearlfarm" in der uns erklärt wird wie Perlen gezüchtet werden. Solche touristischen Einlagen mag ich nicht sehr, aber dieses Zugeständnis muss man einfach machen. Man wird ja nicht zum Kaufen gedrängt. Das Angebot ist sicher sehr schön und verlockend, aber da ich die Preise in Deutschland nicht kenne, halte ich mich lieber zurück und vermeide damit einen möglicherweise überteuerten Fehlkauf.

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Sonnenuntergang in der Halong Bucht

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Auf dem Sonnendeck dürfen wir alle vietnamesischen Rotwein probieren; mein Geschmack war er nicht. Dafür hat mich der Sonnenuntergang viel mehr fasziniert. Das Schiff fährt langsam zu seinem Ankerplatz an dem wir die Nacht verbringen werden. Hier liegen noch ein paar andere Schiffe mit Touristen vor Anker.
Während der Fahrt verschwindet die Sonnen hinter einem Felsen, um Minuten später wieder zum Vorschein zu kommen. Die Farben und die Stimmung ist wirklich unbeschreiblich schön.
Jetzt treffen wir dann mit den Gästen zum gemeinsamen Abendessen zusammen, die 3 Tage / 2 Nächte gebucht hatten und an unserem Ankunftstag mit Kajakfahren und anderen Aktivitäten "beschäftigt" wurden.



Hanoi nach Kolkata

18. Februar 2016 - Mit Vietnam Airlines geht es heute um 9.30 h nach Bangkok und von dort weiter mit IndiGo nach Kolkata in Indien.
Wieder einmal früh aufstehen, denn das Taxi zum Flughafen Hanoi ist für 6.00 h bestellt. Pünktlich steht es vor dem Hotel.
Um diese Zeit sind die Straßen noch menschenleer. Die engen Gassen der Altstadt, in denen man tagsüber wegen unzähliger Menschen, parkender Motorräder und vielen Verkaufsständen kaum laufen kann, sind jetzt leergefegt. Kaum ein parkendes Motorrad und auch die Gehwege neben den Straßen sind leer. Unvorstellbar! Tagsüber wird hier jeder Zentimeter ausgenutzt, jetzt ist alles weggeräumt.
Nach 45 Minuten habe ich meine erste Etappe, den Internationalen Flughafen von Hanoi erreicht. In der Empfangshalle wird mein Flug bereits angezeigt; einchecken in den Schaltern G1 bis G9. Eine Mitarbeiterin von Vietnam Airlines weißt die Passagiere den Schaltern zu. Dort dauert es einige Minuten bis alle Formalitäten erledigt sind. Passkontrolle für die Ausreise und auch der Securitycheck werden schnell passiert. Meine Wasserflaschen muss ich aus dem Handgepäck nehmen, aber die Cola wurde offensichtlich übersehen; na ja, sehr genau war der Securitycheck nicht.
In der Abflughalle gibt es sogar kostenloses Internet, sodass ich kurz meine E-Mails lesen und auch beantworten kann.

Ich bin (wie immer) etwas früh am Flughafen, aber ich warte lieber hier und kann die landenden und startenden Flugzeuge vor mir auf dem Rollfeld beobachten: Vietnam Airlines sind klar in der Überzahl, Air Asia, Nok Air, Vietjet.

Nach rund 90 Minuten Flug, wir sind wieder 5 Minuten vor der Zeit gestartet, komme ich in Bangkok an. Ein sehr großer Flughafen! Leider ist mein Flug noch nicht auf der Anzeigetafel. Ich muss nach Thailand Einreisen, also durch die Passkontrolle. Hier wird ein Foto von mir gemacht und nach wenigen Minuten ist alles erledigt und ich kann mich jetzt auf die Suchen nach meinem Gepäck machen. Auch das ist sehr schnell da.
Was jetzt? Die Abflughalle ist im 4 Obergeschoss und da warte ich jetzt erst einmal bis ich weiß wo ich wieder Einchecken kann. Auch am Internationalen Flughafen Bangkok gibt es kostenlosen Internetzugang.
Ich lerne ein indisches Ehepaar kennen und warte mit ihnen zusammen auf die Öffnung des Abflugschalters. Gegen 13.00 h Ortstzeit können wir dann Einchecken, wieder durch Passkontrolle und Securitycheck, langsam habe ich Routine und spaziere ich durch den riesigen, hoch modernen Flughafen zu Gate E10. Die Maschine von IndiGo rollt kurz vor 15.00 h an das Terminal. Die ankommenden Passagiere verlassen das Flugzeug, danach sieht man wie ein Heer von Reinigungskräften vom Vorfeld über eine Treppe in das Flugzeug gehen. Schon um 15.30 h werden die Passagiere aufgefordert an Bord zu gehen; um 16.00 h, wieder 5 Minuten vor der Zeit wird die Maschine vom Terminal geschoben und wir starten nach Kolkata.

Um 17.00 h erreichen wir nach 2,5 Stunden Flug (Zeitverschiebung 1,5 Stunden) den vor wenigen Jahren neu erbauten Internationalen Flughafen von Kolkata.
Für die Einreise sind wieder 2 Formuare auszufüllen. Einreise und Check des Visa, dann zur Gepäckausgabe, Prepaid Taxi buchen und dann mit einem uralten Ambassador zu meinem "Bad and Breakfast" Hotel.

Blick aus meinem Fenster
Blick aus meinem Fenster - Kolkata - Central Bed and Breakfast

Ich zeige dem Taxifahrer meinen Zettel mit der Adresse; ich sehe Unverständnis in seinen Augen, Kolkata ist riesig und ich kann nicht erwarten, dass jeder Taxifahrer jede private Unterkunft mit 4 Zimmern kennt. Er ruft die angegebene Telefon Nr. an; er spricht mit dem Vermieter in Hindi und dann geht es in einem halsbrecherischen Tempo los. Mich wundert, dass der bestimmt 40 Jahre alte Ambassador noch so schnell fahren kann.
Wie sagte Bangali vor Jahren zu mir: "Für ein indisches Auto sind 3 Dinge wichtig: good Horn (Hupe), good Brake (Bremse) und good Luck (Glück)". Hoffen wir, dass mein Fahrer über diese Dinge verfügt.
Nach über einer Stunde sind wir fast am Ziel. Wir müssen uns noch bei Passanten durchfragen und dann werden wir von der Strasse in einen Hof gewunken.
Endlich am Ziel. Der Fahrer bekommt noch ein großzügiges Trinkgeld, bezahlt hatte ich ja schon am Flughafen (Prepaid - voraus bezahlt - 4,50 Euro)
Ein Securitymann bringt mich in den 7. Stock und dann bin ich angekommen.
Meine Erlebnisse hier beschreibe ich unter Besuchsbericht 2016 .



Rückblick

4 Wochen Vietnam! Die Zeit verging sehr schnell und ich konnte während meines Aufenthalts viel sehen und das, ohne mich von Ort zu Ort zu hetzen.
Es gab für mich 2 Highlights: das Tetfestival, vietnamesische Neujahr und ganz klar die Halong Bucht. Beides werde ich in unvergesslicher Erinnerung behalten.
Das Tetfestival hat mir bei der Planung einiges Kopfzerbrechen bereitet. Es gab kaum Möglichkeiten Züge oder Busse über diesen Zeitraum online im voraus zu buchen. Das heißt ich hätte das Risiko in Kauf nehmen müssen nicht weiterreisen zu können. Diese Sorge hat sich im Nachhinein als unbegründet erwiesen.
In Saigon hatte ich zum Beispiel am 26. Januar versucht ein Zugticket von Binh Thuan nach Nha Trang für den 2. Februar zu bekommen (also 6 Tage vor Neujahr). Die einzige Möglichkeit war nachts um 0.45 h - keine sehr erquickende Aussicht.
Über die Rezeption der Hotels und Guesthäuser waren Busse immer zu bekommen. Nicht zum normalen Preis, aber trotzdem immer noch recht günstig. Auch die Flüge waren nie ausgebucht.
Hätte ich das vorher gewusst, wäre meine Reiseplanung etwas flexibler gewesen. So war mein Aufenthalt in einigen Städte länger als wenn ich es spontan entschieden hätte. Insgesamt gesehen kein Problem, aber anders wäre es besser gewesen.
Beim Tetfest sollte man beachten, dass die Hauptreisezeit 2 Tage vorher und 3 Tage nach Neujahr besonders hoch ist. Reisen mit dem Bus ist möglich, teurer als normal und die Busse sind voll! Hotels bekommt man über die üblichen Portale immer.
Die Hotels waren bis auf eine Ausnahme (im My Tho / Mekongdelta) alle super und sehr preiswert. Der Service war überall klasse. Frühstück gab es leider nicht überall.
Zusammenfassend kann ich sagen: Eine schöne Reise! Alles hat perfekt geklappt.

Lieber Bernd, in Vietnam haben uns die Franzosen während der Kolonialzeit viele Kirchen hinterlassen, einige davon habe ich besucht und für kurze Zeit inne gehalten und Dir gedanklich Grüße gesendet. Was darf ich Dir wünschen? Möge jeder Tag für Dich wunderbar und schön sein.
Herzliche Grüße Albert



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Aktualisiert am: 18.2.2016