RAJASTHAN

Zusammenfassung - The Royal Land of Kings

Rajasthan ist das flächenmäßig größte Bundesland in Indien. Mehr als die Hälfte der Gesamtfläche davon nimmt die Wüste Thar mit ihren faszinierenden Wanderdünen ein. Das Klima ist geprägt durch immense Temperaturschwankungen von bis zu 50 Grad Celsius und hat die Bewohner über Jahrtausende zu einer halbnomadischen Lebensweise gezwungen. Der Mangel an Vegetation wird allerdings seit jeher durch den Reichtum an Bodenschätzen kompensiert. Granit-, Silber-,Zink- und Erz-Vorkommen sind in Rajasthan ebenso vertreten wie Teeplantagen oder Reisfelder in anderen Teilen Indiens.
Rajasthan ist eine Region voll traditionsreicher Kulturen, unglaublicher Kunstschätze und zum Teil sorgsam restaurierter Zeugnisse einer glanzvollen Vergangenheit.
Darüber hinaus breitet sich auf der anderen Seite der Berge eine Naturlandschaft aus, die der Wüste kaum kontrastreicher entgegenstehen könnte. So gibt es eine Vielzahl von dichten Wäldern, grünen Tälern und fruchtbaren Feldern. Ferner finden sich vieler Orte große Seen in denen majestätische Palastinseln mit blühenden Gärten schwimmen, die von einer Zeit zeugen in der Rajasthan noch von Fürstenfamilien beherrscht wurde.

Geschichte - The Royal Land of Kings

Rajasthans Geschichte reicht weit zurück. Wie auch jüngste Ausgrabungsfunde in Kalibangan, im Distrikt Ganganagar, beweisen, existierten die ältesten Kulturen im Norden der Provinz schon vor der Hochkultur des Indus-Tales. Die spätere Geschichte Rajasthans ist eine Geschichte vieler Königreiche und deren kriegerisch Auseinandersetzungen. Die Rajputen-Herrscher regierten das Land mit eiserner Hand und führten unzählige Schlachten gegen die Türken, die mächtigen Sultane aus Delhi und später auch gegen die Mogule. Letztere konnten sich jedoch im 16. Jahrhundert erfolgreich in Nordindien festsetzen und die Obergewalt über die 36 regierenden Stämme erkämpfen.
Als die Briten den Kontinent im Jahre 1757 betraten und den Osten Indiens eroberten, konnte Rajasthan ihnen noch standhalten, doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewann die Kolonialverwaltung auch hier die Oberhand. Im Zuge der indischen Unabhängigkeit ging dann aus den 23 verbliebenen, jedoch weitgehend machtlosen Fürstentümern des alten Rajputen-Reichs, der heutige Bundesstaat Rajasthan hervor und zieht seither Reisende aus aller Welt in seinen Bann.

Fläche 342.239 km² Einwohner: 68.621.012 - Stand 2011
Amtssprache Hindi
Hauptstadt Jaipur Einwohner: 3.073.350 - Stand 2011
Zweitgrößte Stadt Jodhpur Einwohner: 1.033.918 - Stand 2011

Rajasthan (Hindi) übersetzt: Land der Könige.
Nachfolgend finden Sie Informationen und Beschreibungen und Bilder von sehenswerten Städten in Rajasthan.



WETTER

Dezember bis Februar

Beste Reisezeit. Sonnig, tagsüber angenehm warm, maximal 25 C,
abends und nachts kühl, um 8 C; Jacke nicht vergessen.
Übernachtungen in der Wüste während einer (Kamel)-Safari können sehr kalt werden.
Regentage sind die Ausnahme.

März bis Mai

Sommer, gute Reisezeit. März um die 30 C (niedrige Luftfeuchtigkeit) bis Mai über 40 C,
nachts: März - 13 C, April - 20 C, Mai - 25 C. Ende der Reisesaison.

Juni und Juli

Beginn des Monsun mit heftigen Regenfällen, ca 6 bis 10 Regentage pro Monat.
Tagestemperatur zwischen 35 und 40 C, nachts um 25 C.
Aufgrund der Hitze sind viele Hotels geschlossen und nur wenige Touristen unterwegs.

August

Beginn der Saison. Tagestemperatur zwischen 30 und 35 C, nachts um 23 C,
durchschnittlich 10 Regentage.

Zitat eines Gastes:
„Was das Wetter angeht, war die Reisezeit im August wunderbar. Es hat in den drei Wochen 3 - 4 mal geregnet.
Regen ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, es hat geschüttet, wie ich es noch nicht oft erlebt habe. Die Straßen verwandeln sich in Flusslandschaften. Aber es dauert nicht lange und der Regen hört wieder auf, die Luft ist gereinigt, es ist sogar angenehmer als vor dem Regen! Rajasthan ist ein so trockenes Land, da freuen sich alle über den Regen. Reisen in Rajasthan im August ist, so denke ich nun, sogar schöner als in der Trockenzeit. Die Landschaft ist grün!“

September bis November

Gute Reisezeit, Vorsaison. Tagestemperatur zwischen 30 und 35 C, nachts um 20 C,
Nur im September noch vereinzelt Regen möglich.

AGRA

Fast jede Reise durch Rajasthan führt auch in den Bundesstaat Uttar Pradesh zum Taj Mahal in Agra.

Informationen und Bilder zu Agra finden Sie hier: Uttar Pradesh # Agra



BIKANER

Zusammenfassung

Planen Sie mindestens eine Übernachtung ein.
Hauptattraktion ist der Karni Mata oder Rattentempel in Deshnoke, etwa 35 km südlich der Stadt.
Junagarh Fort, sehenswertes Fort und Museum.
Die Innenstadt und Basare rund um das Kota Gate.
Mehr schaffen Sie an einem Nachmittag nicht.
Für weitere Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel Kamelsafaris oder der Besuch des National Research Center on Camel ist eine zweite Übernachtung empfehlenswert.

Mittelalterliche Wüstenmetropole

Bikaner, die viertgrößte Stadt in Rajasthan liegt im Norden des Bundesstaates Rajasthan, am Rande der Wüste Thar. Die Stadt hat etwa 600.000 Einwohner plus 120.000 Soldaten für die Grenzüberwachung zu Pakistan. Durch die Abspaltung Pakistans von Britisch Indien als Folge der Unabhängigkeit im Jahre 1947 verlor Bikaner seine Funktion als Handelsmittelpunkt.
Unverändert ist seine Bedeutung als mittelalterliche Wüstenmetropole. Das Straßenbild ist geprägt von vielen Lastenkamelen und verlockt zu einem Bummel durch die Bazare und Straßen. Wie auch in Mandawa gibt es auch in Bikaner wunderschöne Havelis. Ein Besuch wert ist auch der als nostalgisches Hotel umfunktionierte Lallgarh-Palast wert.
Bikaner ist weniger touristisch geprägt als Jaisalmer.

Geschichte

Infolge eines Erbstreites um die Nachfolge von Rao Jodha von Jodhpur, verlies einer der Söhne, Rao Bika, 1465 seinen heimatlichen Hof, um sich ein eigenes Reich weiter im Norden zu schaffen. 1488 gründete er die Festung Bikaner und hatte bis zu seinem Tode im Jahre 1504 mehr als 3.000 Dörfer unter seine Herrschaft gebracht. Rao Bika hatte den Platz trotz des Fehlens eines sicheren Bergrückens bewusst gewählt, da er damit die Kontrolle über eine wichtige Handelsroute zwischen Hindustan und Afghanistan hatte, die ihm und der Stadt beträchtlichen Reichtum einbrachte.

Raja Rai Singh (1571-1611) arrangierte sich mit den Mogulherrschern und nahm im Auftrag Akbars an Feldzügen in Afghanistan teil. Selbst als Aurangzeb im 17. Jahrhundert mit beispielloser Brutalität gegen den Hinduismus zu Feld zog stand Anup Singh (1669-1698) zu seinem Herren und durfte sich dafür mit dem höchsten Titel Maharaja schmücken. Mit der Auflösung des Mogulreichs flackerten alte Rivalitäten zwischen den einzelnen Fürstentümern auf. Erzfeind war nunmehr Jodhpur, das 1739 Bikaner belagerte,
1808 seinerseits jedoch in einer gemeinsamen Aktion von Bikaner und Jaipur angegriffen und kurze Zeit besetzt gehalten wurde.

Als England 1816 die Zügel in die Hand nahm, beugte sich Bikaner nicht nur dem Diktat der Kolonialherren, sondern begründete ein fast freundschaftliches Verhältnis, das durch die Entsendung des berühmten Kamelkorps Ganga Risala auf die nordafrikanischen Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

Junagarh Fort

Junagarh Fort in Bikaner
Junagarh Fort - ein prachtvolles Gebäude

Wichtigste Sehenswürdigkeit in der Stadt ist das Junagarh Fort, mit dessen Bau Raja Rai Singh (1571-1611) gut 100 Jahre nach der Stadtgründung begonnen hatte. Die Umfassungsmauern haben eine Höhe von bis zu 20 Meter und sind 9 Meter breit. Ältester Bestandteil der Palastanlage ist das Eingangstor Suraj Pol, durch das man auch heute noch den Komplex betritt. Es ist ein massiver Bau ohne Schnörkel, dessen glatte Fassade nur durch zwei Balkone und eine sie verbindende Galerie aufgelockert wird, von der aus Musikanten die Abreise oder die Ankunft des Rajas verkündeten. Im Gegensatz zu den übrigen Bauten ist es aus gelbem Marmor gefertigt, der aus dem 300 km entfernten Jaisalmer herangeschafft wurde. Der später verwendete rötliche Sandstein war zu diesem Zeitpunkt noch nicht entdeckt worden. Zwei Elefanten flankieren den Durchgang zum ersten großen Innenhof als Zeichen dafür, dass die Festung sich niemals den Moguln hatte ergeben müssen, aber auch als Erinnerung an die tapferen Rajputenkrieger Jaimal und Patta, die beim Angriff Akbars auf Chittorgarh als Helden in die Geschichte Rajasthan eingegangen sind.

Junagarh Fort in Bikaner
Junagarh Fort

Weitere Sehenswürdigkeiten in Bikaner

National Research Center on Camel

National Research Center on Camel, Jorbeer, Bikaner, Telefon: +91 151 2230183, http://nrccamel.res.in/
Das National Research Center on Camel etwa 8 km vor den Toren der Stadt. Es gibt ein Museum und man kann die Aufzucht und den Kamelnachwuchs bewundern. Es gibt einen sehenswerten Kunstgewerbeladen mit günstigen aber festen Preisen. Wer Lust auf ein Gals Kamelmilch oder Kamelmicheis hat sollte hier kurz Stopp machen.

Kote Gate

In der Umgebung um das Kota Gate findet man die wichtigsten Basare der Stadt

Jain Tempel Bhandasar

Der Tempel entstand im 14. Jahrhundert und ist wegen des Detailreichtums sehr sehenswert.

Bikaner Camel Safari Camp

Bikaner Camel Safari Camp Near Raisar Village, Bikaner 334001, Telefon +91 9950830250
Möglichkeit für eine ausgedehnte Kamelsafari, auf Wunsch auch mit Übernachtung in der Wüste.

Gajner Wildlife Sanctuary

Nahe Gajner Palace, Bikaner; kleiner See und Hotel

Hastshilp - A Society for Handicrafts

Khaturia colony, Bikaner 334003, Telefon: +91 9461047725, http://www.thecharkha.com/
Kunsthandwerk mit fairen Preisen

Karni Mata Tempel / Rattentempel in Deshnoke

Ein Besuch in diesem Tempel ist schon ein besonderes Erlebnis. Wie in allen Tempeln muss man auch hier die Schuhe vor Betreten ausziehen, darf aber Socken, es empfehlen sich dicke Socken (Anti-Rutsch Noppen) mitzunehmen.
Dieses Heiligtum wurde für die Gottheit Karni Mata errichtet, eine Inkarnation von Durga, die im 14. Jahrhundert gelebt haben soll und zur Schutzgottheit der Rajputen aufstieg. Der Tempeleingang besteht aus weisem Marmor und ist mit fein gearbeiteten Figuren hinduistischer Gottheiten versehen. Die reich verzierte silberne Eingangstür und die kunstvoll geschmückten Silber- und Goldverzierungen sowie die Renovierung des Tempels und Erweiterung waren eine Spende des Maharajas Ganga Singh von Bikaner (1898-1943). Im Tempel selbst herrscht ein buntes Treiben. Die Besucher versorgen die hier lebenden (nicht zählbare) Ratten mit Speisen und Getränken.

Rattentempel von Deshnoke

Es gibt natürlich eine Menge Verhaltensregeln und Aberglauben. Wer eine Ratte verletzt, tötet, oder auch nur versehentlich auf ein Tier tritt, der muss sich die Wiedergutmachung erkaufen, indem er dem Tempel eine Ratte aus Silber oder gar aus Gold stiftet. Das Allerheiligste darf nur von Hindus betreten werden. Die ausländischen Touristen können aber in einem kleinen düsteren Gang herum gehen und durch zwei kleine Fenster in das schummrige Halbdunkel des Allerheiligsten blicken. Als besonderes Privileg gilt es, wenn eine Ratte über die Füße rennt. Besonders glücksbringend sind weiße Ratten und das Prasad, die Opferspeise zu essen, nachdem eine Kaba daran genagt hat.

Über die Verehrung der Ratten gibt es folgende Geschichte zu berichten: Der bereits zu Lebzeiten als heilig geltende Karni soll einmal einen Fürst gebeten haben, seinen verstorbenen Sohn wieder zum Leben zu erwecken, da die Dynastie sonst aussterben würde. In Trance habe Karni den Totengott Yama aufgesucht und ihn um die Seele gebeten. Die Gottheit aber verweigert die Herausgabe mit der Begründung, der Junge sei bereits als Ratte wiedergeboren und die Seele daher nicht mehr zurückzugewinnen.

Die enttäuschte Karni schwor daraufhin, dass kein Mitglied des Stammes mehr das Reich des Totengottes Yama betreten werde, sondern die Seelen der Verstorbenen stattdessen in Ratten wiedergeboren würden. Nach dem Tod der Tiere würden die Seelen dann die Körper von Barden annehmen und somit das Fortbestehen dieser in Rajasthan bis heute gleichermaßen beliebten wie verehrten fahrenden Sänger garantieren.

Entfernungen

Bikaner Mandawa ca. 195 km 4 Stunden Autofahrt
Bikaner Jaipur ca. 350 km 6 Stunden Autofahrt
Bikaner Jaisalmer ca. 330 km 7 Stunden Autofahrt
Bikaner Pushkar ca. 258 km 6 Stunden Autofahrt
Bikaner Khimsar ca. 153 km 4 Stunden Autofahrt

Eigene Reiseerlebnisse finden Sie auch unter 20 Tage Rajasthan.



BUNDI und KOTA

Zusammenfassung

Die nächstgelegenen Tagesziele wie Chittorgarh oder Ranthambore sind schnell erreichtbar; eine Übernachtung sollte ausreichen.
Hauptattraktion ist der Palast von Bundi, der Chattar Mahal.
und das Taragarh Fort,
Lohnenswert ist auch ein Bummel vom Palast durch die Basare der Innenstadt.

Bundi ist eine schöne Stadt mit großem Fort und einer quirligen Altstadt. Die 40 km nordwestlich von Kota gelegene Stadt liegt malerisch in eine Hügelkette eingebettete. In der Stadt gibt es viele, bis zu 50 Meter tiefe, Brunnen.
In der Galerie Chitra Shala im Chattar Mahal befinden sich schöne Fresken aus dem 17. und 18. Jh., die im typischen Bundi-Stil das kulturelle und religiöse Leben dieser Zeit widerspiegeln.

Geschichte

Bundi wurden 1342 Hada-Chauhan-Rajputen Rao Deva, einem Nachkommen des Rao Visaladeva von Ajmer, gegründet das zu Beginn auch noch Kota umfasste.
Den Mogulen vermochte Bundi aufgrund seiner geringen Größe keinen ernsthaften Widerstand entgegenzusetzen. Rao Surtan Singh (reg. 1531–1544) schloss sich 1533 dem Großmogul Akbar an. Durch diplomatisches Geschick des im Dienste Akbars stehenden Rajas wurde das Reich vergrößert. Nach dem Ende der Mogulherschaft entflammten alte Rivalitäten und was dazu führte, dass Kota nach 1702 selbständig wurde.
Von 1818 bis 1947 war Bundi ein britisches Protektorat. Ram Singh Bahadur (reg. 1821–89) wurde von den Briten zum Maharao Raja erhoben.
Der Fürstenstaat wurde nach der Unabhänigkeit Indiens aufgelöst.

Chattar Mahal - Palast von Bundi

Chattar Mahal, der malerische Palast von Bundi, schmiegt sich wie ein Bienenstock an einen steil aufragenden Berghang. Mehr als in anderen Palastbauten Rajasthans überwiegt hier der Festungscharakter der frühen Jahre. Leider kann man sich heute kein umfassendes Bild machen, da die Anlage wegen Erbstreitigkeiten nur teilweise zugänglich ist und die Gebäude sehr vernachlässigt sind.
Eine gepflasterte Rampe führt von der äußeren Mauer zum Eingangstor Hathi Pol (Elefantentor), flankiert von zwei schlanken mit Chattris gekrönten Türmen, bewacht von den Skulpturen zweier Elefanten mit verschlungenen Rüsseln. Man gelangt in einen kleinen Hof, an dessen gegenüberliegender Seite hinter acht Bögen die Stallungen lagen. Darüber ließ Rao Ratan Singh (1607-1631) den Ratan Daulat, die Halle der öffentlichen Audienzen (Diwan-i-Am) mit einem Marmorsitz auf einem vorspringenden Balkon errichten. Von hier begrüßte der Herrscher seine in der Säulenhalle versammelten Gäste. Mit ihren ausladenden ornamentierten Kapitalen und der Beschränkung der Zackenbögen auf Ziernischen erinnert die Halle eher an die altindische Tempelarchitektur als an die sonst üblichen Audienzhallen.

Hait Pol (Elefantentor)
Ein sehr steiler, gepflasterter Weg führ hinauf zum Eingangstor, Hait Pol (Elefantentor)

Ratan Daulat - Diwan-i-Am, Marmorsitz auf einem vorspringenden Balkon
Ratan Daulat - Diwan-i-Am, Marmorsitz auf einem vorspringenden Balkon

Seine wichtigste Ergänzung erfuhr der Palast durch Maharana Chatar Sal (1631-1658), der den nach ihm benannten Flügel Chatar Mahal bauen liess. Er besteht aus einem großen hochliegenden Hof mit angegliederten Wohntrakten und Jaligittern, die den Blick auf den Eingangshof ein Stockwerk tiefer freigeben und gegenüber auf die steil abfallende Wand der Südseite. An seine Ost-und Westseiten wird der Hof von Säulenhalle flankiert. Die größere (östliche) diente als private Audienzhalle (Diwan-i-Am), von der aus man in die mit Wandmalereien ausgestatteten Privatgemächher gelangt. Leider haben Besucher heute hier keinen Zutritt.
Besichtigen darf man hingegen den am Nordende der Palastanlage im 18. Jahrhundert entstandenen Hof Chitra Shali mit seinem angrenzenden hängenden Garten. Umgeben ist der Hof von einem Säulengang mit unechten Bögen an der Westseite. Großartigen Malereien an den Wänden des Chitra Shali zählen zu den schönsten ihrer Art in Rajasthan.

Zu Füssen des Palastes liegt der Nawal Sagar (Stausee) mit einem Varuna - dem vedischen Gott des Wassers - geweihten Tempel.

Bundi - Chitrashala
Bundi - Chitrashala

Bundi - Palast und Fort
Palast und Fort schmiegen sich wie ein Bienenstock an einen steil aufragenden Berghang

Fort Taragarh von Bundi

Der Aufstieg zum oberhalb des Palastes gelegenen Fort Taragarh lohnt vor allem wegen der Aussicht. Es entstand bereits in der Frühphase der Stadtplanung als Schutz gegen feindliche Angriffe und erhielt im 16. Jahrhundert die Bastion Bhim Burj, auf der die gewaltige Kanone Garbh Gunjam plaziert wurde. Durch unterirdische Stollen soll die Festung mit dem Palast verbunden sein und sogar einen Schatz irgendwo in der Tiefe beherbergen. Leider trübt heute ein Fernsehturm die verwunschene Atmosphäre.

Bundi - Taragarh Fort
Bundi - Taragarh Fort

Kota

Kota liegt am Ufer des Flusses Chanbal etwa 40 km von Bundi entfernt. Die Stadt bekannt für seine Industrie und seine schöne Natur. Interessant sind einige Tempel wie Neelkanth Mahadev’s Tempel, Shiva temple of Bardoli. Im Maharao Madho Singh Museum sehen Sie eine schöne Kollektion won Rajasthani Mininaturmalereien, Fresken, Skulpturen und Waffen. ImGovernment Museum sehen Sie eine grosse Sammlung von seltenen Münzen, Manuskripten und Hadoti Skulpturen. Ein Besuch wert sind die Chambal Gardens, wo Sie Flamingos und Krokodile beobachten können.

Entfernungen

Bundi Chittorgarh ca. 150 km 3 bis 4 Stunden Autofahrt
Bundi Udaipur ca. 265 km 5 Stunden Autofahrt
Bundi Ranthambor Nat.Park ca. 120 km 3 Stunden Autofahrt
Bundi Jaipur ca. 220 km 5 Stunden Autofahrt


CHITTORGARH

Zusammenfassung

Die nächstgelegenen Tagesziele wie Bundi, Udaipur oder Ranthambore sind schnell erreichtbar; eine Übernachtung sollte ausreichen.
Die Sehenswürdigkeiten liegen auf dem etwa 153 Meter hohen Festungsberg.
Zur Besichtigung aller Bauten auf dem weitläufigen Gelände sollte man sich von einem Punkt zum anderen fahren lassen. Zu Fuß ist das kaum zu schaffen.

Geschichte

Chittorgarh gilt als Wahrzeichen des unbeugsamen Rajputen-Widerstandes gegen den Islam und ist eine der bedeutendsten Festungen in Rajasthan. Kaum ein anderer Ort erzählt von so vielen Geschichten und Legenden. Noch heute erzählen Lieder vom Heldentum und Opfer der tapferen Kämpfer.

Dreimal wurde es von Moslems erobert:
1303 von Alaud-Din Khalji, dem Pathanen-König von Delhi, der die schöne Padmini, Gemahlin des Bhim Singh begehrte, deren Liebreiz in Liedern besungen wurde. Zwar konnte der erste Angriff abgewehrt werden aber beim erneuten Angriff schien der Fall der Festung unabwendbar zu sein. Alle Frauen mit Padmini versammelten sich in einer unterirdischen Höhle und stürzten sich in die Flammen (Jauhar – Selbstverbrennung der Frau). Die Männer zogen hochzeitliche Kleider in Orange über die Waffenröcke und stürmten den Eroberern entgegen, um den Tod zu suchen.
1535 erschien Bahadur Shah, der Sultan von Gujarat, vor der Festung.
1567, als Akbar die Mauern von Chittor stürmte, wiederholte sich der Feuertod der Frauen und der todesmutige Ausfall der Männer zum dritten Mal.

Die auf einem 153 m hohen und über 5 km langen Felsenrücken liegende Festung war bis 1568 bewohnt. Danach wurde die Siedlung an den Fuß des Burgberges verlegt und die Ruinenstätte innerhalb der Festungsmauer sich selbst überlassen.

Der Festungsberg ist von einer 11 km langen Mauer umgeben ist. Der Weg zur Festung ist mit neun imposanten Toren versehen, die aus hinduistischer Zeit stammen, später aber auch mit islamischen Bau- und Dekorelementen versehen wurden.

Jainas Kirti Stambha - Rana Kumbhas Vijaya Stambha

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind die beiden Türme: Jainas Kirti Stambha und der Rana Kumbhas Vijaya Stambha.

Der neungeschossige Siegesturm, Rana Kumbhas Vijaya Stambha, entstand im 15. Jahrhundert und erreicht eine Höhe von ca. 37 Meter. Er ist mit Figurenreliefs aus der Hindu-Mythologie versehen. Er kann bestiegen werden.

Rana Kumbhas Vijaya Stambha   Jainas Kirti Stambha
     Rana Kumbhas Vijaya Stambha                                                               Jainas Kirti Stambha

Der sechsgeschossige - wie ein überdimensionierter Pfeiler aussehende - 22 Meter hohe Siegesturm Jainas Kirti Stambha entstand im 13. Jahrhundert und wurde zu Ehren des ersten Jaina-Tirthankaras Adinath errichtet und ist mit einer Vielzahl von Figuren der Digambara-Sekte geschmückt.

Kumbha-Shyama-Tempel und Kalika-Mata-Tempel

Beide Tempel stammen aus dem 8. bzw. 7. Jahrhundert und haben ähnliche Grundrisse.

Sati-Ground-Tempel und Ksemankari-Tempel

Weiter sehenswert sind diese aus dem 9. Jahrhundert stammenden Tempel.

Padmini-Palace

Der Palast vielen Wasserbecken ('tanks') im Bereich des Burgbergs verfällt zusehends.

Rana-Kumbha-Palast

Der bereits arg verfallene Palast stammt wohl aus der Zeit Rana Kumbhas, überdeckt aber ältere Strukturen.

Mahavira-Tempel

Unmittelbar neben der Kirti-Stambha steht der dem historischen Begründer des Jainismus geweihte Mahavira-Tempel aus dem 14. Jahrhundert.

Mira Bai-Tempel

Wurde im 15. Jahrhundert errichtet.

Entfernungen

Chittorgarh Bundi ca. 150 km 3 bis 4 Stunden Autofahrt
Chittorgarh Udaipur ca. 115 km 2 Stunden Autofahrt
Chittorgarh Rantahmbore Nat. Park ca. 270 km 6 Stunden Autofahrt
Chittorgarh Jaipur ca. 300 km 6 Stunden Autofahrt


JAIPUR

Zusammenfassung

Für die Besichtigung von Jaipur sollten Sie mindestens 2 Übernachtung einplanen.
Je nach Ankunftszeit können Sie mit den Sehenswürdigkeiten im Zentrum beginnen: Hawa Mahal (Palast der Winde), Stadtpalast, das Minarett Isar Lat, und Observatorium (Jantar Mantar) liegen im Zentrum nahe bei einander.
Fort Amber liegt leicht erreichbar vor der Stadt und sollte morgens vor 8.00 h erreicht werden, falls Sie Lust haben auf dem Rücken eines Elefanten zum Fort gebracht zu werden.
Auf dem Rückweg von Fort Amber besichtigen Sie Fort Nahargarh und Fort Jaigarh sowie das in einem See gelegene Jal Mahal. Sehenswert ist auch der Monkey oder Affen Tempel in Galta etwas außerhalb der Stadt.

Geschichte

Die "rosafarbene" Stadt Jaipur; Hauptstadt Rajasthans, wurde 1727 von dem Astrologen Maharaja Sawai Jai Singh erbaut (1699-1744). Die Stadt wurde am Reissbrett entworfen, alle Nebenstrassen liegen rechtwinklig zur Hauptstrasse, der City Palace (Stadtpalast) erhebt sich genau in der Mitte empor. Mehr als einmal geriet Jaipur nach dem Tode seines Gründers in Bedrängnis. Im August 1748 fielen die Marathen in Jaipur ein, zwei Jahre später stand Jaswant Rao Holkar vor der Stadt und trieb Ishwari Singh (1743-1750) in den Selbstmord. Im Jahre 1818 schloss Maharaja Jagat Singh den ersten Vertrag mit den Briten und sicherte damit der Dynastie ein gewisses Maß an Autonomie. Bei der Meuterei 1857 unterstützte Jaipur tatkräftig die Kolonialherren und gehörte seither zu den treusten Verbündeten. Die Häuser in Jaipur wurden in Vorbereitung auf den Besuch von Kronprinz Albert Eduard, Prince of Wales, rosa angestrichen. Rosarot ist Rajasthans traditionelle Farbe der Gastlichkeit.

Minarett Isar Lat

Stadttor von Jaipur
Stadttor von Jaipur

Minarett Isar Lat
Das Minarett Isar Lat habe ich durch Zufall, unweit vom Palast der Winde (Hawa Mahal) gefunden. Für nur 10 Rupee (2011), 2014 waren es schon 30 Rupee, kann man hinaufsteigen und hat einen sensationellen Blick über die Stadt. Das Foto mit dem Blick über die Stadt ist von dort entstanden.




Der Stadtpalast (1734), heute größtenteils Museum mit seltenen Malereien, Manuskripten und Waffensammlungen, während im kleineren Teil heute noch der Maharaja residiert. Alle Gebäude sind aus rotem Sandstein. Besonders schön ist der Pfauenhof, gebaut von Pratap Singh mit Glasmosaiken und poliertem Messing.



Im Observatorium (Jantar Mantar), erbaut im 18. Jh. vom Stadtgründer Jai Singh II., kann man die überdimensionalen astronomischen Instrumente wie z. B. eine 27,7 m hohe Sonnenuhr bewundern. Alle Bauwerke werden heute noch wissenschaftlich genutzt.

Blick vom Minarett Isar Lat
Blick über die Stadt zum Fort Nahargarh

Hawa Mahal, Palast der Winde

Wahrzeichen der Stadt ist der Hawa Mahal, Palast der Winde, eigentlich ein Gebäude mit einer 25 cm dicken, pinkfarbenen Sandsteinfassade mit 5 Stockwerken. Ich selbst habe das Hawa Mahal von innen nie besichtigt. Ich glaube auch nicht, dass ein Besuch wirklich lohnt. Denn das Leben findet ja auf der Strasse statt! Zu diesem Zweck wurde es gebaut; hinter den Erkern und Emporen haben einst die Maharanis ungesehen aus den 953 Fenstern den Prozessionen auf der Straße zuschauen konnten. Tauchen Sie ein in das indische Leben, das Leben auf der Strasse, shoppen Sie in den Geschäften oder bewundern Sie einfach nur die vielfältige Auswahl an Waren. Der Stadtpalast in nur wenige Schritte entfernt. Hier kann man stundenlang verweilen und immer wieder Neues entdecken.

Hawa Mahal - Palast der Winde
Hawa Mahal - Palast der Winde

Fort Amber

Das Fort Amber (das "b" wird nicht gesprochen) liegt rund 11 km vom Stadtzentrum entfernt. Es gibt eine regelmäßige Busverbindung. Die einstigen Hauptstadt wurde zwischen dem 13.-17. Jahrhundert auf einem Hügel erbaut.
Prunkvolle Audienz- und Säulenhallen, Paläste und Privatgemächer, reich verziert mit Malereien, Spiegel- und Intarsienarbeiten gibt es dort zu besichtigen. Besonders effektvoll ist der „Sheesh Mahal", der Spiegelpalast, wo nur ein einziges Kerzenlicht ausreicht, um den Raum geheimnisvoll glitzern zu lassen. Wer den Anstieg in den Hof des Palastes auf einem festlich geschmückten Elefanten machen möchte, sollte spätestens um 8.00 h vor Ort sein und Geduld mitbringen. Der Spass kostet pro Person 900 Rupee.
Der Eintritt in das Fort kostet 250 Rupee - es gibt aber auch "Kombitickets" mit denen man auch den Stadtpapalst und Janta Mantar etc. besuchen kann.


Ein Elefant hinter den anderen schreitet den Berg hinauf, ich schätze es sind bestimmt über 100 Elefanten unterwegs.

Fort Nahargarh und Jaigarh-Festung

Den besten Blick über die Stadt hat man vom Fort Nahargarh. Die Jaigarh-Festung, an die sich ein Palastkomplex mit Pavillons (unter anderem der Subhat Nivas, Lakshmi Vilas, Lalit Mandir, Aram Mandir) anschließt. Das kostbarste Stück der Festung ist das Jaivana-Geschütz, welches in der ansässigen Schmiede gefertigt wurde und eines der größten der Welt sein soll.
Die Besichtigung beider Forts kann man auf der Rückfahrt in die Stadt nach dem Besuch von Fort Amber einplanen.

Jaipur - Fort Nahargarh
Blick von Fort Nahargarh auf City Palace und Jantar Mantar (Sternwarte)

See-Palast - Jal Mahal

Jaipur - Jal Mahal
Jaipur - Jal Mahal. Der Palast mitten in einem See. - Auf dem Weg nach Amber fahren Sie daran vorbei!

Albert Hall Museum

Jaipur - Albert Hall Museum
Jaipur - Albert Hall Museum

Monkey oder Affen Tempel in Galta

Galta, auch bekannt als der Monkey Temple oder Affentempel, ein Pilgerort, der täglich zahlreiche Menschen in bunten Gewändern lockt. Das Wasser, das hier aus den Felsen fließt, gilt als heiliges Gangeswasser, obwohl das von der Geographie her nicht ganz stimmen kann. Dieses kostbare Wasser wird zu den Becken, welche für Männer und Frauen getrennt sind, geleitet und die Menschen baden und singen auf den Treppen. Ihre Gesänge hallen von den Felsen, die sich zu einem offenen Gelände weiten, wider. Auf diesem Platz finden Sie während Ihrer Indienreise eindrucksvolle Tempel, die von unzähligen Affen bevölkert werden.

Der Affen- oder Monkey Tempel von Galta
Der Affen- oder Monkey Tempel von Galta

Samod

Samod ist ein kleines Luxushotel, etwa 31 km von Jaipur entfernt an der Straße nach Nawalgarh gelegen.

Rambagh Palace

Der Rambagh Palace, ist heute ein Luxushotel und war einst Residenz des Maharadschas Swai Man Singh.

Entfernungen

Jaipur Delhi ca. 290 km 6 Stunden Autofahrt
Jaipur Bundi ca. 220 km 5 Stunden Autofahrt
Jaipur Udaipur ca. 430 km 9 Stunden Autofahrt
Jaipur Rantahmbore Nat. Park ca. 160 km 3 Stunden Autofahrt
Jaipur Pushkar ca. 160 km 3 Stunden Autofahrt
Jaipur Agra ca. 235 km 4 bis 5 Stunden Autofahrt


JAISALMER

Zusammenfassung

Für die Besichtigung von Jaisalmer sollten Sie mindestens 2 Übernachtung einplanen.
Reservieren Sie einen vollen Besichtigungstag für den innerhalb der Festung gelegenen historischen Stadtkern. Dort gibt es viel zu sehen. Neben dem Jaisalmer Fort (Palast), den Havelis und Jaintempel lohnt ein Bummel durch die vielen engen Gassen und über auf den Befestigungsmauern.
Am Anreisetag, Ankunft meist am späten Mittag, empfielt sich ein Besuch bei den außerhalb gelegenen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel: Bada Bagh Cenotaphs und dem Sunset Point, beides für mich ein absolutes "Muss".
Etwas weiter ausserhalb liegen Amar Sagar, Sanddünen von Sam oder Khuri; hier kann man Kamelsafaris auch mit Übernachtungen in der Wüste buchen.
Es lohnt also eventuell weiter Tage für diesen Ort einzuplanen.

Geschichte

Nach der Zerstörung den nahe gelegenen Lodurva (17 km) durch das Heer von Muhammed von Ghur gründete der Rajput Jaisal im Jahre 1155 aus strategischen Erwägungen die auf einer felsigen, etwa 70 Meter hohen Anhöhe gelegene Festung von Jaisalmer. Damit ist Jaisalmer die nach Chittorgarh älteste Befestigungsanlage Rajasthans. Der Name ist zusammengesetzt aus dem des ersten Herrschers (Jaisal) und der Silbe "mer", der lokalen Bezeichnung für felsig.
Innerhalb einer Doppelmauer entstand hier der Palast, zu dessen Füssen sich allmählich die Stadt entwickelte. Unter Rawal Bhim Singh (1578-1623) wurde die Befestigung mit 99 Bastionen ausgebaut.
Bis in das 13. Jahrhundert konzentrierten sich die Herrscher Jaisalmers auf den Karawanenraub. Dies fand ein jähes Ende nach einem Überfall auf die Karawane des Sultans von Delhi, Ala-ud-Din Khilji. Nach einer Strafexpedition und langer Belagerung fiel die Stadt, und nach rajputischer Tradition wählten die Frauen den Feuertod. Mitte des 14. Jahrhundert übernahm Gharsi als Vasall Delhis die Macht in Jaisalmer.
Handel, Kunst und Kultur entfalteten sich erst zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert nachdem die Mogule Sicherheit bis in das heutige Afghanistan garantierten. Dies belegte den Fernhandel und Jaisalmer wurde Umschlagplatz für Opium, Gewürze, Getreide und Butterfett (Ghee).
Nach der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Schließung der Grenze zu Pakistan verlor auch Jaisalmer an Bedeutung. Jaisalmer ist der flächenmäßig größte Distrikt Rajasthans. Die Region lebt von der Landwirtschaft. In den rund 600, teilweise noch sehr rückständigen, Dörfern ist das streng traditionelles Leben mit strikter Kastenordnung an der Tagesordnung.

Sunset Point

Sunset point in Jaisalmer
Blick auf den von hohen Mauern umgebenen, innerhalb der Festung gelegenen historischen, Stadtkern.

Vom Sunset Point hat man den besten Blick auf Jaisalmer (Golden City). Mit rund 60.000 Einwohner liegt die Stadt in der westlichsten "Ecke" von Rajasthan. Der beliebte Touristenort liegt verkehrsmäßig sehr ungünstig: zwar sind die Straßen nach Jodhpur (280 km) und Bikaner (330 km) gut ausgebaut, jedoch verfügt Jaisalmer zur Zeit noch nicht über einen zivilen Flughafen. Es gibt einmal täglich eine Zugverbindung nach Delhi (Fahrtzeit rund 20 Stunden); die nächsten Umsteigebahnhöfe sind Bikaner oder Jodhpur.

Die untergehende Sonne taucht (wenn man Glück hat) die Stadt in ein ganz besonderes Licht, der sie den Namen "Golden City", verdankt.

Bada Bagh Cenotaphs

Jaisalmer - Bada Bagh Cenotaphs
Der Besuch von Bada Bagh ist bestimmt eines der Highlights von Jaislamer

6 km nördlich der Stadt, liegt inmitten der Wüste, Bada Bagh Cenotaphs. Die Verbrennung - und Begräbnisstätte der Herrscher von Jaisalmer, wurde 1554 eingerichtet. Einige der Kenotaphe sind noch recht gut erhalten.
Auf der Rückfahrt kommt man am Sunset Point vorbei.

Jaisalmer Fort / Palast

Nicht nur der im historischen Stadtkern gelegene Palast ist sehenswert sondern die ganze, von aufragenden Mauern umgebene Altstadt lädt zum Bummeln, Shopping und ganz besonders zur Besichtigung ein.
Der Palast (Raj Mahal) liegt auf der höchsten Erhebung in der Südwestecke der Stadt. Er ist über eine serpentinenförmig geführte Rampe, durch die im 16. Jahrhundert errichteten Tore Akhai Pol, Suraj Pol und Ganesh Pol zum Hawa Pol zum Haupthof des Palastes zu erreichen. Der vierstöckige Komplex hat auf der Hofseite nur sehr wenigen Fassadenverzierung. Die sonst üblichen Galerien und auch vorspringende Balkone fehlen. Der Wohntrakt erstreckt sich links und rechts des Zugangstors, der Frauenbereich südlich davon an der östlichen Hofseite. Dem Frauenbereich angebaut ist der Jana Mahal (Alter Palast), wegen der ausschließlichen Verwendung von säulengestützten Architraven und den schmalen auf Konsolen ruhenden Balkons zu den ältesten Bauabschnitten gezählt wird.
Der Wohnpalast (Marddana) dürfte aufgrund seiner massiven, burgartigen Bauweise aus der Frühzeit stammen. Schutz gegen extrem hohe Außentemperaturen bieten die dicken, unverputzten Mauern. Eine öffentliche Audienzhalle fehlt dem Palast. Offizielle Treffen wurden im Innenhof abgehalten, wobei der Herrscher von einem Thron auf einer schmalen Terrasse vor seinem Palast am Geschehen teilnahm.

Jaisalmer - Palast und Museum
Der Palast von Jaisalmer - ist auf jeden Fall ein Besuch wert.
Jaisalmer
Hohe, aufragende Mauern umgeben die Altstadt

Innerhalb des Forts findet man einige Tempel, darunter ein Komplex miteinander verbundener Jainheiligtümer, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Besondere Aufmerksamkeit sollte man den in der Altstadt verstreut liegenden Havelis, die Handelshäuser einflussreicher und vermögender Kaufleute, widmen. Um diese in dem Wirrwarr der engen Straßen zu finden bucht man über das Hotel einen lokalen Guide. Im Gegensatz zu den Bauten in Shekhawati spielt die Wandmalerei in Jaisalmer keine Rolle. Stattdessen kann man die Fronten eher als Skulpturen auffassen, bei denen die Künstler mit dem hier anstehenden goldgelben Sandstein unter Einbeziehung von Licht und Schatten einzigartige Meisterwerke der Steinmetzkunst schufen.

Jaisalmer - in der Altstadt
Leider gibt es in den engen Gassen keine Fussgängerzone, mit Motorrädern ist immer zu rechnen und Kühe haben "Vorfahrt".

Patwon ki-Haveli, Nathmal ki-Haveli und Salim Singh-Haveli

Wichtigste Stilelemente sind Balkone (Jarokha) mit bengalischen Dächern (Bangaldar) und Steingittern (Jali). Jaisalmer ist vor allem für die zahlreichen Varianten der Jalis berühmt. Die durchbrochenen Steingitter werden wegen ihrer Purdah-Funktion - dem Schutz der Frau vor fremden Blicken - oftmals als typisch islamisches Element gesehen.
Die bekanntesten Havelis sind das Patwon ki-Haveli, das Nathmal ki-Haveli und das Salim Singh-Haveli, auch Moti Mahal genannt.

Khuri und Sam Sands Dunes

Südwestlich, etwa 40 km von Jaisalmer entfernt, liegt inmitten der Wüste und nahe der pakistanischen Grenze das kleine Ort Khuri. Es ist ein friedlicher Ort, dessen Häuser aus Lehm und Stroh errichtet sind. Ihre Fassaden erinnern an Perserteppiche.
Dieser Ort ist bekannt für ausgedehnte Safaris mit der Möglichkeit in der Wüste zu übernachten.
Achtung: besonders in den Monaten November bis Februar kann es nachts in der Wüste empfindlich kalt werden.

Beliebt sind auch die Sam Sands Dunes. Hier kann man in komfortablen Zelten übernachten kann und Kamelritte zum Sonnenuntergang in die Wüste.

Desert Festival

Die beste Zeit für einen Besuch ist Januar/Februar, wenn das Desert Festival die Stadt mit Musik, Kamelreiten vibrieren läßt.

Entfernungen

Jaisalmer Bikaner ca. 330 km 6 bis 7 Stunden Autofahrt
Jaisalmer Jodhpur ca. 290 km 6 Stunden Autofahrt
Jaisalmer Pushkar ca. 430 km 8 bis 9 Stunden Autofahrt


JODHPUR

Zusammenfassung

Die wichtigste Sehenswürdigkeit, das auf einem etwa 125 Meter hohen Felshügel gelegene Fort Meherangarh, kann man an einem Nachmittag besichtigen; von daher kann eine Übernachtung ausreichend sein. Ich empfehle einen Aufenthalt von mindestens 2 Tagen.
Neben der schönen, um den Clock Tower und Sadar Market gelegenen, Altstadt mit seinen Basaren sollte man sich den Gewürzmarkt, den Palast Umaid Bhawan und Jaswant Thada nicht entgehen lassen.
Zu überlegen ist auch ein Besuch in die nahe Umgebung von Jodhpur. Hier gibt es Mandore, Mahamandir Temple, Balsamand Lake und Palast oder die Ruinen von Ossian zu besichtigen.

Geschichte

Die strategisch einzigartige Lage war 1459 für Rao Jodha vom Klan der Rathore der entscheidende Grund seine Hauptstadt von Mandore nach Jodhpur zu verlegen. Im 16. Jahrhundert entstand hier ein blühendes Handelszentrum und auch heute ist Jodhpur führend im Handel mit Holz, Vieh, Kamele, Salz und landwirtschaftliche Produkte. Im Auftrag der Indien beherrschenden Mogule eroberte Raja Singh (1594-1619) große Teile Gujarats und des Dekhan (Süd-Indien). Der Mogulkaiser Shah Jahan (Erbauer des Taj Mahal) bat Jaswant Singh (1635-1678) um Unterstützung gegen die Truppen seines Sohnes Aurangzeb. Aurangzeb annektierte daraufhin 1679 Jodhpur. Es dauerte 28 Jahre bis 1707, ein Jahr nach Aurangzebs Tod, Maharaja Ajit Singh mit Hilfe von Sisodias von Udaipur den Thron von Jodhpur wieder zurückerobern konnte.

1818 schloß das Fürstentum einen Vertrag mit England und tauschte dadurch seine politische Bewegungsfreiheit gegen die Sicherheit der Pax Britannica. Die Herrscher von Jodhpur standen loyal zur Kolonialmacht und unterstützen die Engländer 1857 im Sepoy-Aufstand, sowie in beiden Weltkriegen. Diese Loyalität war auch Grund, dass Jodhpur am 30. März 1949 nur widerstrebend der Indischen Union beitrat.
Berühmt wurde Jodhpur auch durch besondere Reithosen (Jodhpurs), die oben weit und unten eng sind und von hier überall in der Welt bekannt wurden.

Jodhpur - Blue City
Jodhpur - Blue City

Blue City

Es heißt, ie blaue Farbe signalisiert, dass der Eigentümer / Bewohner Brahmane ist. Es gibt aber auch andere Begründungen für die vielen blau gestichenen Häuser blau angestrichen. sind.

Mehrangarh Fort

Bei einem Besuch Jodhpurs sollte man auf keinen Fall das Mehrangarh Fort auslassen, dessen innere Palastanlagen durch acht großen Toren gesichert ist. Das Fort liegt 130 m über der Stadt. Am Eingang zum Fort kann man sich einen Audio Guide ausleihen (auch in deutscher Sprache) mit dem man alle Details der Festung und viele Hintergrund-informationen erklärt bekommt.

Jodhpur - Mehrangarh Fort
Jodhpur - Mehrangarh Fort

Jodhpur - Mehrangarh Fort
Mehrangarh Fort - Die hoch aufragenden Mauern und Gebäude beeindrucken in vergangenen Zeiten die Angreifer und heute die Besucher.

Jaswant Thada

Unweit von Eingang zum Mehrangarh Fort liegt das Denkmal des Maharadscha Jaswant Singh II. Das Ehrengrabmal wurde 1899 erbaut. In unmittelbarer Nähe ist das königliche Krematorium und drei später erbaute Ehrenmäler sehen. Im Gebäude ist eine Portraitsammlung der Herrscher von Jodhpur untergebracht.

Jodhpur - Jaswant Thada Jaswant Thada - erbaut von Maharaja Sardar Singh 1899 in Erinnerung an seinen Vater, Maharaja Jaswant Singh.

Umaid Bhawan-Palast

Der Maharadscha Umaid Singh, er starb 1947, lebte zunächst im Raika Bagh-Palast. Als 1928 der Umaid Bhawan-Palast fertiggestellt wurde, zog er in den Außenbezirk der Stadt. Als Baumaterialien für diesen riesigen Palast dienten Marmor und roter Sandstein. Entworfen wurde der Bau vom Präsidenten des British Royal Institute of Architekt, endgültig fertiggestellt aber erst 1943. Er ist auch unter der Bezeichnung Chhittar-Palast bekannt, da man Chhittar-Sandstein zum Bau verwandte.

Der Palastes ist heute dreigeteilt in Hotel, Museum mit alten Gemälden, Waffen, Uhren, Vasen und andere alte Gegenstände und dient der adligen Familie als Wohnbereich.

Umaid Bhawan-Palast
Jodhpur - Umaid Bhawan-Palast; Blick vom Mehrangarh Fort.

Goverment Museum

Das Goverment Museum im Umaid Public Garden bietet eine große Sammlung an Waffen, Textilien, Mininatur Portraits und Handwerksarbeiten aus der Umgebung.

Sadar Market und Clock Tower

Das bekannte Wahrzeichen der Altstadt ist der Uhrenturm. Er ist zugleich eine gute Orientierungshilfe. Unweit davon ist der farbenfrohe Sardar-Markt, von dem enge Gassen zu den verschiedenen Basaren mit Textilien, Silber und Kunsthandwerk führen.

Clock Tower und Sadar Market
Clock Tower und Sadar Market





Der Gewürzmarkt
In der Altstadt gibt es einen gut sortierten Gewürzmarkt. Eine qualitative Quelle ist "MV Spices". Die zwei Läden werden von 7 Schwestern geführt, deren Vater vor einigen Jahren gestorben ist. Einige der Töchter sprechen sehr gut Englisch.

Blick vom Mehrangarh Fort auf Jodhpur und Clock Tower
Blick vom Mehrangarh Fort auf Jodhpur und Clock Tower

Mandore

9 km nördlich außerhalb der Stadt liegt die frühere Hauptstadt von Marwar aus der Zeit vor der Gründung von Jodhpur. Heute ist es wegen seiner ausgedehnten Gärten und der hohen Felsterrassen ein beliebter Ausflugsort. Inmitten dieser Gärten stehen auch die Ehrengrabmale der Herrscher von Jodhpur.

Mahamandir Temple

Dieser große Tempel, ist eine kleine Stadt, umgeben von einer Stadtmauer, im Nordosten von Jodhpur. Sie hat sich um einen Shiva-Tempel mit 100 Säulen angesiedelt.

Balsamand Lake und Palast

See und Park liegen etwa 8 km im Norden der Stadt und gehen auf eine (Gründung im Jahre 1159 zurück. Am See steht ein Palast, der 1936 erbaut wurde und ein beliebtes Ausflugsziel ist. Der größere Pratap Sagar Lake und der Kailana Lake (zu ihm gehört ebenfalls ein Garten) versorgen die Stadt mit Wasser.

Ruinen von Ossian

65 außerhab von Jodhpur liegen die Ruinen von Ossian. Hier gibt es Brahman und Jain Tempel aus dem 8 - 11. Jahrhundert. 8 km westlich liegt der künstliche Kaylana Lake. Hier gibt es Möglichkeiten zur Bootsfahrt. Ein anderer künstliche See ist der Balsamand Lake mit dem gleichnamigen Hotel Balsamand Palace.

Entfernungen

Jodhpur Bundi ca. 350 km 7 bis 8 Stunden Autofahrt
Jodhpur Udaipur ca. 260 km 6 Stunden Autofahrt
Jodhpur Jaisalmer ca. 290 km 6 Stunden Autofahrt
Jodhpur Ranakpur ca. 170 km 3 Stunden Autofahrt


PUSHKAR

Zusammenfassung

Der kleine Ort Pushkar mit seinen nahezu 400 Tempeln liegt nur 12 km von Ajmer entfernt. Die Pilgerstadt wird von Gläubigen aus ganz Indien besucht, um an den rund 52 Ghats, die um den heiligen Lake Pushkar angelegt sind, zu baden.
Am Varah Ghat, Brahma Ghat oder Gandhi Ghat sollte man die Eigenarten dieser Religion besonders respektieren.
Zur Beachtung:
Alkohol, Drugs und nicht vegatarische Speise sind in Pushkar unerwünscht.
Schuhe und Sandalen sollen etwa 50 Meter vor den Stufen zum See ausgezogen werden.
Fotografieren an den Badegaths ist unerwünscht.
Achten Sie auf Taschendiebe.
Respektieren Sie die Hinduistische Religion.
Warnung vor selbst ernannten "Priestern", die Blumen verschenken.
Ignorieren und freundlich "No thank you".

Sehenswürdigkeiten: Sunsetpoint, "Sunset Cafe", Brahma Tempel sowie die Altstadt und Bazare
Die meisten Touristen machen hier einen eintägigen Zwischenstopp. Unterkünfte während der Pushkar-Mela im November jeden Jahres sollten sehr frühzeitig gebucht werden.

Geschichte

Der Legende nach wurde Pushkar von Gott Brahma gegründet; die Stadt gehört zu den ältesten Ansiedlungen in Indien.

Varah Ghat, Brahma Ghat oder Gandhi Ghat


Nach Pushkar pilgern jährlich viele gläubige Hindus, um sich reinzuwaschen und ihre Familie und Gesundheit zu segnen.

Sunsetpoint

Vom östlichen Ufer des Lake Pushkar bietet ein kleiner Spaziergang auf einen nahegelegenen Berg Gelegenheit einen schönen Sonnenuntergang mit Blick auf die Stadt zu erleben.
Fahrziel für Rikschafahrer: "Savitri Temple".

Sunset Cafe

Weitere Möglchkeit ist das "Sunset Cafe". Viele Touristen, Händler, Schlangenbeschwörer und Musikanten versammeln sich ab 17 Uhr auf den Treppen vor dem Cafe.

Sunset Cafe

Ein Spaziergang durch die vielen engen Gassen des Ortes mit seinen Cafes, Restaurants und vielen Geschäften ist vielleicht lohnender als eine "Segnung" durch einen selbst ernannten "Priester".

Brahma Tempel

Ist einer der wenigen Tempel in dieser besonderne Bauform.

Pushkar-Mela

Die Pushkar-Mela ist das jährliche Großereignis für Pilger, Heilige Männer, Händler, Schausteller, Musikanten, Zigeunersippen und Schaulustige. Für fünf Tage verwandelt sich die heilige Stadt in ein riesiges Lager und einen Jahrmarkt. 30.000 Stück Vieh, Büffel, Pferde und vor allem Dromedare werden bis zu 500 km weit hierhergebracht. Es wird ausdauernd gefeilscht, wenn Tausende Stück Vieh den Besitzer wechseln, manche Tiere sind geschmückt und einige haben interessante Muster ins Fell geschoren. Schmuck und Verzierungen für Kamele werden in eigenen Büdchen verkauft. Den Höhepunkt der Pushkar-Mela und Spiegelbild rajasthanischer Volksfreude bilden die Wettrennen und Wettspiele für Kamele. Der Schönheitswettbewerb der Kamele ist wohl das heiterste Erlebnis. Die Kamele treten wunderbar geschmückt der Reihe nach vor und werden begutachtet.

Entfernungen

Pushkar Bundi ca. 190 km 5 Stunden Autofahrt
Pushkar Udaipur ca. 300 km 6 Stunden Autofahrt
Pushkar Jaipur ca. 160 km 3 Stunden Autofahrt
Pushkar Ranthambore National Park ca. 270 km 6 Stunden Autofahrt


SHEKHAWATI / MANDAWA

Zusammenfassung

Bei dieser Stadt fällt es mir schwer eine klare Aussage zu treffen, da mich der weit fortgeschrittene Verfall der Havlies sehr erschüttert hat. Nimmt man es als notwendigen Zwischenstopp, bleibt man eine Nacht. Man kann in diesem Fall auch überlegen einen Stopp in dieser Stadt ganz zu streichen.
Möchte man die kleine Stadt und das ganze Shekhawati Gebiet näher erkunden bleibt man länger.
Sehenswerte Orte im Shekhawati Gebiet: Bissau, Churu, Fatehpur, Jhunjhunu, Mandawa, Nawalgarh und Sikar.

Geschichte

Der wirtschaftliche Aufschwung dieses trockenen aber trotzdem dicht besiedelten Landes liegt an den gut organisierten Verkehrswegen. Da die benachbarten Fürstentümer, Bikaner und Jaipur hohe Zölle für Warentransit verlangten, wichen die Karawanen auf dieses Gebiet aus. Sardul Singh hat in Mandawa 1765 den Bau einer Stadtmauer angeordnet, durch die eine Belagerung im Jahre 1828 abgewehrt wurde.
Die wachsende Bedeutung der Häfen in Kalkutta (heute Kolkata) und Bombay (heute Mumbai) erkannten die Kaufleute des Shekhawati als Chance und verlegten um 1800 die Geschäfte auch in diese aufstrebenden Hafenstädte.
Die Handelshäuser der Kaufleute hatten ein großes, gut verschließbares Tor. Im Innenhof konnte die Karawane lagern und boten Platz für Lagerräume und Quartiere. Es gab meist noch einen zweiten, privaten Hof in dem das häusliche Leben stattfand. Durch Seitenfenster in beiden Höfen hatten Frauen Blick auf das Geschehen.
Mangels Steine wurden die Handelshäuser aus Lehm gebaut. Aufgrund des Reichtums begannen einige Kaufleute die Häuser zu bemalen. Dies fand schnell Nachahmer und es entstand ein regelrechter Wettbewerb zwischen den führenden Kaufleuten, wobei jeder seinen persönlichen Geschmack umsetze.

Nach der Unabhängigkeit Indiens und der Teilung des Landes in Indien und Pakistan, was wiederum dazu führte, dass jetzt die Karawanenrouten nach Westen an der Grenze zu Pakistan endeten, verlor dieses Gebiet an Bedeutung.

Mandawa - Blick über die Stadt
Mandawa - Blick über die Stadt

Heute
ist der Ort Zentrum des Tourismus im Gebiet Shekhawati. Nicht nur wegen des Palasthotels ist Mandawa.
Mandawa ist ein kleiner Ort mit etwa 25.000 Einwohnern.

Shekhawati / "Garten des Shekha"

Seinen Namen verdankt das Gebiet dem Rajputenfürsten Rao Chekha, der enge Beziehungen zu den Maharadschas von Jaipur unterhielt.
Durch das Shekhawati-Gebiet führten früher viel Karawanenrouten. Die ansässigen Kaufleute handelten mit den unterschiedlichsten Gütern (Stoffe, Tabak, Edelmetalle, Opium, Schmuck, Papier und Elfenbein, aber auch Eisenerz, Weizen, Reis und Trockenobst). Durch den damit verbunden Wohlstand entstanden viele bemalte Kaufmannshäuser, die Havelis, von denen heute noch einige zu besichtigen sind.

Hawelis

Mandawa - Reste der Haweli-Bemalungen      Mandawa - Reste der Haweli-Bemalungen
Reste der Haweli-Bemalungen

Die bemalten Havelis lässt man sich am besten durch einen lokalen Guide zeige, denn ohne ihn wird man wohl an dem einen oder andern Kleinod vorbeigehen, weil es zwischenzeitlich seinen Glanz verloren hat.
An der Straße nach Nawalgarh liegt das Balkishran Sriram Saraf-Haveli an dessen westlicher Fassade sich das verblichene Bild eines Schiffs erkennen lässt, während die östliche Seite von den Künstlern mit einer Prozession, einer Eisenbahn und einigen erotischen Darstellungen verziert wurde.
Das reich dekorierte Ramesh-Warlal-Haveli zeigt Jagdszenen und folkloristischen Darstellungen.
Das Hanuman Prasad Goenka-Haveli zeigt gemalten Fensterdarstellungen von Shiva auf seinem Bullen Nandi und Vishnu auf einem Elefanten.
Nandalal Murmuria - Haveli: Neben Gandhi und Nehru gibt es einen Blick auf Venedig zu bewundern sowie Autos und Eisenbahnen, von denen die Handelsherren des ländlichen Indien damals so haben begeistern lassen.

Hoch über der Stadt Mandawa thront das Castle Mandawa, Wenn Sie durch das Portal treten, werden Sie Teil der alten Legenden. Das 240 Jahre alte Fort wurde von der Familie in ein schönes Beispiel traditioneller Gastlichkeit umgebaut.
Die grossen Zimmer des Castle wurden umgebaut in wohnliche Zimmer mit Möbeln aus der alten Zeit und der lokalen Umgebung, sodaß der alte Zeitgeist erhalten geblieben ist. Keines der Zimmer ist gleich, es gibt 58 davon - Royal Suites, Luxury Suits, Deluxe Rooms, Standard Rooms.

Entfernungen

Mandawa Delhi ca. 260 km 6 Stunden Autofahrt
Mandawa Bikaner ca. 195 km 4 Stunden Autofahrt
Mandawa Jaipur ca. 180 km 5 Stunden Autofahrt
Mandawa Jodhpur ca. 360 km 8 Stunden Autofahrt


RANAKPUR / KUMBHALGARH

Zusammenfassung

Ranakpur bietet sich sowohl als 2-stündiger Zwischenstopp, als Stopp für 1 Nacht und auch für einen mehrtägigen Aufenthalt als Ort zum Relaxen und Verarbeiten der vielen Eindrücke.
Neben der Natur und der schönen Landschaft hat der sehenswerte Jain Tempel diesen Ort bei Touristen beliebt gemacht. Kumbhalgarh ist mit einer 36 Kilometer langen, im Durchschnitt 12 Meter hohen und 8 Meter dicken Mauer umgeben eine der größten Forts in Indien. Rana Kumbha ließ die Festung zwischen 1443–58 errichten.

Jain Tempel, Adinatha, in Ranakpur

Der Jain Tempel, Adinatha, in Ranakpur wurde im 14. Jahrhundert von einem reichen Jain Kaufmann, der auch Minister Rana Kumbhas war, gestiftet. Die sehenswerte Tempelanlage gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Jain Architektur in Indien.

Ranakpur, Adinatha Jain Tempel
Ranakpur, Adinatha Jain Tempel
Ranakpur, Adinatha Jain Tempel
Skulptur im Adinatha Jain Tempel, Ranakpur

Umgebung von Ranakpur

Die Schönheit des am Flussufer des Maghai gelegenen und von steilen hohen Bergen umgebenen Ranakpur wird von seiner Abgeschiedenheit geprägt. Am Strassenrand sieht man oft frei und wild lebende Affen. Zu einem Fotostopp laden auch die einfach gebauten, durch Rinder angetriebene Wasserförderanlagen zur Bewässerung der nahen Felder.

Ranakpur, Wasserförderanlagen
Ranakpur, Wasserförderanlagen

Kumbhalgarh

Ca. 60 km von Ranakpur entfernt liegt die abgelegene Bergfestung Kumbhalgarh; nach Udaipur sind es 84 km.. Die gewaltige Wachtürme und halbrunde Bastionen sind in die großen Mauern eingelassen. Innerhalb dieser Wälle befinden sich noch weitere Mauern sowie Paläste, Tempel, Felder, Wasserquellen, Bauernhöfe, Ställe, Geheimgänge, Wachhäuschen und Arsenale - alle vollkommen von der Außenwelt unabhängig, so daß sie einer langen Belagerung standhalten konnten. Mogul Kaiser Akbar belagerte erfolglos das Fort.

Kumbhalgarh
Kumbhalgarh

Entfernungen

Ranakpur Jodhpur ca. 170 km 3 Stunden Autofahrt
Ranakpur Udaipur ca. 90 km 2 Stunden Autofahrt
Ranakpur Pushkar ca. 250 km 5 Stunden Autofahrt
Ranakpur Kumbhalgarh ca. 60 km 2 Stunden Autofahrt
Kumbhalgarh Udaipur ca. 90 km 2,5 Stunden Autofahrt


RANTHAMBORE NATIONAL PARK

Der Ranthambore-Nationalpark ist ein indischer Nationalpark im Bundesstaat Rajasthan. Seinen Namen erhielt er nach der im Nationalparkgebiet gelegenen Festung Ranthambore aus dem 10. Jahrhundert. Das Gebiet mit seinen wenig scheuen Tigern war eines der Vorzeigereservate des Project Tiger. Zusammen mit dem angrenzenden Kaila-Devi-Wildreservat und weiteren kleineren Schutzzonen bildet der Nationalpark das Ranthambore-Tigerreservat.
Ranthambore liegt am östlichen Rand der Aravallikette, unweit des Vindhyagebirges. Trockene Felsgebiete, einige Seen und kleinere Wasserläufe werden vor allem von Trockenwäldern gesäumt.

Ranthambore Safari
Ranthambore Safari
Ranthambore Safari
Ranthambore Safari

Das Gebiet ist bekannt für seine Bengaltiger, die wenig scheu sind und auch bei Tage gut beobachtet werden können. Darüber hinaus ist es eines der westlichsten Vorkommen der gestreiften Großkatze überhaupt. Weitere dort lebende Raubtiere sind Indische Leoparden, Streifenhyänen, Lippenbären, Goldschakale, Honigdachse, Rohrkatzen und Kleine Mungos. An Huftieren kommen Sambarhirsche, Axishirsche, Nilgauantilopen, Vierhornantilopen, Indische Gazellen und Wildschweine vor. Daneben leben im Gebiet auch zahlreiche Vogelarten, etwa die Wanderbaumeister, die sich im Park von Touristen füttern lassen.

Ranthambore Safari
Ranthambore Safari
Ranthambore Safari
Ranthambore Safari

Reisetipp - Safari:

Safaries werden morgens und nachmittags angeboten,
Jeep (6 Plätze - 2.500 Rupee pro Person) oder im
Canter (Bus oben offen - 20 Plätze - 1.800 Rupee pro Person)
Beginn variiert je nach Jahreszeit: morgens zwischen 6.00 h und 10.30 bzw.
nachmittags zwischen 14.00 h und 19.00 h gebucht werden. Die Zeiten variieren leicht je nach Jahreszeit.

Die Safaris sind beschränkt auf Sektoren innerhalb des Parks. Wer verschiedene Sektoren besuchen möchte sollte dies vorher mit dem Anbieter (z. B. Hotelrezeption oder Parkverwaltung: http://www.ranthamborenationalpark.com) klären und gegebenenfalls verschiedene Anbieter anfragen.
Innerhalb eines Sektors sind viel Safaris unterwegs. Es kann vorkommen, dass mehrere Gruppen am gleichen Wasserloch auf der Pirsch sind, oder unterwegs die gleichen Fahrer mit seinen Gästen immer wieder trifft.
Bei den Morgensafaris empfehle ich die Mitnahme von Jacken, da der Fahrtwind auf den offenen Jeeps/Canter sehr kalt sein kann.
Eine Tigergarantie gibt es natürlich nicht.

Ranthambore Fort

Das Ranthambore Fort liegt etwa 15 km von Sawai Madhopur entfernt. Ein Besuch lohnt sich. Auch dieses Fort liegt auf einem Berg, daher gibt es auch hier viele Stufen zu überwinden. Belohnt wird die Anstrengung mit einem weiten Blick über einen See und die Landschaft.
2016 werden Teile der Fortanlage restauriert, was aber bei der Besichtigung nicht stört.

Ranthambore Fort
Ranthambore Fort
Ranthambore Fort
Ranthambore Fort

Reisetipp:

Bei einem Aufenthalt mit einer Übernachtung sollte man entweder das Hotel um die Mittagszeit erreicht haben oder die Abreise für den nächsten Tag erst nach 11.00 h planen, damit man die Nachmittag- oder Morgensafari buchen kann.

Ein Aufenthalt mit 2 Übernachtungen ist entspannter. Es gibt genügend Zeit für Safaris, kann das Ranthambore Fort besuchen oder die Zeit zum relaxen am Pool nutzen.

Ranthambore Fort
Ranthambore Fort
Ranthambore Fort
Ranthambore Fort - Für die Restaurierung müssen große Steinplatten in das Fort geschleppt werden.

Entfernungen

Ranthambore National Park Jaipur ca. 160 km 3 Stunden Autofahrt
Ranthambore National Park Agra ca. 290 km 6 Stunden Autofahrt
Ranthambore National Park Bundi ca. 180 km 3 Stunden Autofahrt
Ranthambore National Park Delhi ca. 430 km 7 bis 8 Stunden Autofahrt


UDAIPUR

Zusammenfassung

Für die Besichtigung von Udaipur sollten Sie mindestens 2 Übernachtung einplanen. Die einzigartige Lage am Lake Pichola macht Udaipur zu einer der schönsten Stadte Rajasthans. Planen Sie einen Besuch dieser Stadt nach Möglichkeit in Ihre Rundreise ein.

Lohnend ist auf jeden Fall der Besuch des Stadtpalastes (City Palace) mit seinem Museum und der Residenz des Maharana. Um den Stadtpalast gruppiert sich die Altstadt. Ein Bummel durch dieses Labyrint von engen und verwinkelten Gassen, den unzähligen kleinen Geschäften, prunkvollen Havelis oder geschmückten Tempeln gibt einen guten Eindruck in das indische Leben.
Nicht verpassen sollte man eine Bootsfahrt auf dem Lake Pichola mit dem Lake Palace. Einen eindrucksvollen Überblick über die Stadt hat man vom Machhala Hügel. Eine Seilbahn, die Udaipur Ropeway, deren Talstation nahe Deen Dayal Park und den Anlegestellen für die Bootsfahrten liegt, bringt die Besucher auf diesen Berg. Weitere Sehenswürdigkeiten: Saheliyon-ki-Bari (Garten der Ehrenjungfern); Bagore-ki-Haveli am Gangaur Ghat am Lake Pichola, am Stadtrand der Sajjangarh-Palast / Monsun Palace, etwa 25 km außerhalb gelegen die Tempel von Eklingji und Nagda.
Die Seidenbilder stammen von einem Maler aus Udaipur.

Geschichte

Die Geschichte des Königreichs Mewars und der Dynastie der Sisodias reicht mehr als 1200 Jahre in die Vergangenheit. Ursprünglich war die Hauptstadt des Reiches in Chittorgarh. Nach den kriegerischen Niederlagen gegen die Mogul-Herrscher verlegte Maharana Udai Singh im Jahre 1567 die Hauptstadt Mewars nach Udaipur.
Der Stadt-Palast gehört zu den größten Palastkomplexen Rajasthans wurde von allen Herrschern Udaipurs weiter ausgebaut. Der Maharana hat noch heute seine Privatwohnung in dem Palast; ebenso zwei Luxushotels, ein Museum, eine Reihe von Läden und eine Schule. .
Von der einstigen rund um die Stadt verlaufenden Stadtmauer sind heute nur noch Teilstücke sowie acht der ehemals elf Stadttore vorhanden.

Lake Pichola
Lake Pichola
Lake Pichola
Lake Pichola

Lake Palace / Sommerpalast Jag Niwas

Ein Blickfang ist der inmitten des Pichola-See liegende Luxushotel Lake Palace. 1982 wurde hier der James Bond Film "Octopussi" gedreht. Prominente Gäste wie zum Beispiel Queen Elizabeth und Jacky Kennedy sind hier abgestiegen. Erbaut wurde es 1743 von Jagat Singh.

Lake Palace
Lake Palace / Sommerpalast Jag Niwas

Stadtpalastes (City Palace)

Am Ufer gegenüber des Lake Palace liegt auf dem Hügel der Stadtpalast (City Palace), mit Fresken, Marmorpavillions, kleinen Gärten und vielen kleinen Palästen. Die Palastanlagen sind sehr sehenswert und man hat von dort auch einen schönen Blick auf die Stadt und des See. Für die Besichtigung und Rundgang durch den Palast gibt Audio Guides mit vielen Details und Hintergrundinformationen, auch in deutscher Sprache, an der Kasse.

Stadtpalast (City Palace)
Stadtpalast (City Palace)

Stadtpalast (City Palace)

Bagore-ki-Haveli

Bagore-ki-Haveli

Udaipur - Das Bagore-ki-Haveli ist ein Museum nahe des Gangaur Ghat am Lake Pichola. In einer Seitenstrasse gegenüber ist das Hotel Pichola Haveli.

Shri Amarchand Badwa, Prime Minister des Staates Mewar von 1751 bis 1778 erbaute dieses Gebäude.

Saheliyon-ki-Bari (Garten der Ehrenjungfern)

Der Saheliyon-ki-Bari Garten ist im 18. Jahrhundert entstanden und bietet sehr schöne Wasserspiele und viel Grün zum Ausruhen und Relaxen. Eintritt: 5 Rupee.

Udaipur - Saheliyon-ki-Bari (Garten der Ehrenjungfern)
Saheliyon-ki-Bari ist ein sehr schön angelegter Garten.

Altstadt und Jagadish Temple

Udaipur - Jagadish Temple
Udaipur - Eingang zum Jagadish Temple. Udaipur - in der Altstadt
Udaipur - in der Altstadt hat mir der Gewürzhändler seine Waren gezeigt.

Den Jagadish Temple passieren Sie unweigerlich auf Ihrem Weg zum Eingang des City Palace. Er ist nicht nur bei Touristen beliebt. Natürlich gibt es auch hier viele (selbsternannte) Heilige, die um eine "Spende" bitten.
Wie schon in der Zusammenfassung beschrieben lohnt ein ausgedehnter Spaziergang durch die vielen verwinkelten Stassen. Natürlich werden auch Sie in diesem Labyrint die Orientierung verlieren, aber jeder Tuc Tuc-Fahrer bringt Sie sicher zurück zu Ihrem Hotel. Lassen Sie sich einladen und entdecken Sie die vielfältige Auswahl in einem der vielen kleinen Gewürzläden in der Innenstadt von Udaipur.

Shilpgram

Dieser, etwa 3 km vom Stadtzentrum entfernte, Stadteil liegt am nördlichen Ufer des Fateh Sagar Lake. Ich selbst war noch nicht hier, aber es soll ein lebendes Museums - Handwerker Dorf sein. Hier wird das Leben, Kultur und Handwerk der verschiedenen Völker von Rajasthan, Maharashtra, Gujrat, Goa und Daman gezeigt. Die Bewohner zeigen das ursprüngliche Leben.
Jedes Jahr vom 23.12. - 1.1. wird ein Fest abgehalten.

Sajjangarh-Palast / Monsun Palace

Der Monsun Palace liegt etwa 5 km außerhalb auf einem hohen Berg. Der kleine, etwas verwahrloste Palast ist von der Stadt aus zu sehen. Eine private Strasse (Eintritt und Maut) führt auf den Berg. Der Blick von hier ist überwältigend.
Mir hat der Blick von der Bergstation der Udaipur Ropeway besser gefallen, da ich hier auch ohne starkes Teleobektiv gut fotografieren konnte.

Blick vom Monsun-Palast/Sajjangarh-Palast
Blick vom Monsun-Palast auf City Palace und Lake Palace

Nagar und Eklingji

Etwa 23 km von Udaipur entfernt gibt es zwei Orte, die auf jeden Fall einen Besuch lohnen:

Shiva Tempel von Eklingji - Die ersten Tempel entstanden im 8. Jh. Besonders sehenswert ist der viergesichtige Eklingji – Figur¸ einem Lingam aus poliertem schwarzem Marmo. Vor dem Allerheiligsten sieht man eine große Statue von Bappa Rawal, der neben Nandi, dem Stier des Gottes Shiva, steht.
Montags, dem Tag Shivas, erscheint der heutige Maharana von Udaipur zum Gebet.

Nagda - liegt nur 2 km von Eklingji entfernt und ist die alte Hauptstadt des Landes Mewar. Auf einem Hügel in einem Banyan- und Mangohain liegen die beiden aus dem 11. Jh. Stammenden, dem Himmelskönig Wishnu gewidmete, Tempel. Zwischen Fabelwesen, Tieren, Glücks- und Fruchtbarkeitszeichen findet man auch steinerne Abbildungen von Liebespärchen mit raffinierter Erotik nach dem Kamasutra.

Jaisamand Lake / Dhebar Lake

Der Jaisamand Lake, liegt etwa 63 km südöstlich von Udaipur ist mit 93 qkm der zweitgrößte, künstlich angelegte See Asiens. Er wurden von dem Maharana Jai Singh in Jahre 1685 angelegt.
Der See ist Anziehungspunkt für eine Reihe von Zugvögeln und im Jaisamand Wildlife Sanctuary findet sich eine vielfältige Flora.

Entfernungen

Udaipur Jaipur ca. 430 km 9 Stunden Autofahrt
Udaipur Chittorgarh ca. 130 km 2 Stunden Autofahrt
Udaipur Bundi ca. 290 km 6 Stunden Autofahrt
Udaipur Jodhpur ca. 275 km 4 bis 5 Stunden Autofahrt
Udaipur Ranakpur ca. 90 km 2 Stunden Autofahrt
Udaipur Ahmedabad ca. 260 km 4 bis 5 Stunden Autofahrt
Udaipur Mount Abu ca. 200 km 4 bis 5 Stunden Autofahrt


FEEDBACK

Ich hoffe, Ihnen den einen oder anderen guten Tipp für Ihre Reise nach Incredible India geben.
Das war zumindest mein Anliegen und der Sinn dieser Seite.
Feedbacks sind willkommen!
Fehlen Ihnen wichtige Informationen, haben Sie andere Erfahrungen gemacht oder wollen Sie einen eigenen Tipp weitergeben:
BITTE SCHREIBEN SIE MIR!
per E-Mail Schneider.Albert[at]gmx.de oder mit nachfolgendem Formular:

Bei der Übersendung von Bilddateien gehe ich davon aus, dass Sie Eigentümer dieser Bilder sind. Ich werde sie - soweit möglich - gerne mit auf dieser Seite aufnehmen.

Die Seite wird ständig aktualisiert! zuletzt am 21.7.2014