KERALA

Fläche 38.863 km² Einwohner: 33.387.677 - Stand 2011
Amtssprache Malayalam
Hauptstadt Thiruvananthapuram Einwohner: 1.687.406 - Stand 2011

Meine Rundreise durch Kerala

Ausgangspunkt meiner kleinen Rundreise ist Thiruvananthapuram, oder kurz "Trivandrum". Von hier sind es nur wenige km bis nach Kovalam, einem Fischer- und Touristenort direkt an der Küste des Arabischen Meeres.

KOVALAM

In Kovalam findet der Besucher alles was das Herz begehrt: Hotels, direkt am Strand, Restaurants mit frischem Fisch im Angebot, der je nach Größe und Wunsch für den Gast zubereitete wird und natürlich auch jede Menge Geschäfte zum Einkaufen oder einfach nur zum Bummeln. Es ist ein schöner Touristenort wie wir viele zwischen den Kanaren und der Türkei kennen gelernt haben.




Es gibt aber auch menschenleere, schöne Sandtrände.

Nachmittags mache ich eine 2-stündige Bootsfahrt durch die Mangrovenwälder nahe des "Gold Sand Beach" bei Poovar. Es scheint sich um ein Natruschutzgebiet zu handeln, denn das Wasser ist nicht wie sonst üblich mit vielen Wasserhyazinthen bedeckt.



Die Aufnahmen der Vögel sprechen für sich.





Eine scheinbar unberührte Natur.





Dieser Ausflug, nur etwa 20 km südlich von Kovalam, hat sich gelohnt.



Haben Sie schon mal "Rote Bananen" gegessen? Köstlich!

BACKWATERS - Übernacht im Hausboot bei Kumarakom nahe KOTTAYAM

Zu beiden Seiten der Cheeppunkal Bridge lagen viele, darunter auch "mein" Hausboot vor Anker.


Größere Kartenansicht

Ist das ein Erlebnis, das man hier in Kerala nicht verpassen darf? Ich bin mir nicht sicher wie ich diese Frage beantworten soll. Meine Eindrücke waren wie folgt:





Empfang auf dem Hausboot mit einem Mittagessen im Speiseraum.

Das Hausboat ist ohne Zweifel sehr luxuriös! Es gab ein ausreichend großes Schlafzimmer mit Deckenventilator und Klimaanlage, einem großem Fenster aus dem ich nachts den Verkehr auf dem Kanal beobachten konnte. Eine Dusche mit Toilette wie in jedem guten indischen Hotel auch. Mittag und Abendessen hatte ich in einem Speiseraum in dem für 8 Personen Platz war, natürlich auch mit Deckenventilator und Klimaanlage. Am Bug, hinter dem Steuermann, gab es bequeme Sessel von denen man in aller Ruhe während der Fahrt alles beobachten konnte und die einem genügen Freiraum zu fotografieren gab. Drei Bedienstete sorgten für mich und gaben wir das Gefühl ein König oder Maharadscha zu sein. Ständig wurde mir was zu trinken und Essen angeboten und alles war in einer sehr guten Qualität. Das alles waren mir die 7.000 Rupee für einen rund 18stündigen Aufenthalt auf dem Hausboot wert. Besonders erinnere ich mich an die Abendstimmung und Geräusche auf dem Kanal.



Kinder auf dem Heimweg von der Schule.



Rechts und links der Kanäle erstrecken sich wunderschöne Landschaften

Gut die Fahrt auf den Kanälen, die wir leider nicht verlassen hatten, war schön, aber da ich gestern ein Bootsfahrt durch kleine Kanäle (südlich von Kovalam), die angeblich auch unter Naturschutz standen, war die Fahrt mit dem großen, schwerfälligen und nicht sehr wendigen Hausboot, keine Sensation mehr. Natürlich gab es viel Natur zu bewundern, Vögel wie zum Beispiel den Kingfisher. Vielleicht sollte man zwei Tage auf dem Hausboot verbringen, um eine größere Strecke zurücklegen zu können? Dazu kann man aber auch eine Fähre benutzen und damit verschiedene Orte besuchen. Das ist preisgünstig und man sieht bestimmt mehr als bei einem Tag auf dem Hausboot.



Die Fähre kommt uns entgegen.





Einen "Schönheitsfehler" möchte ich nicht verschweigen: Die Verschmutzung der Kanäle.
Auch die Eigener dieser teuren Hausboote sollten an sauberen Kanälen interessiert sein.
Müll gibt es zwar nur vereinzelt, aber große Wasserpflanzen bilden auf den Kanälen Inseln, die natürlich umfahren werden müssen. Ursache ist wohl die Ableitung von Abwässer, zum Beispiel vom Wäschewaschen, in den Kanal und der damit verbundenen Überdüngung.

Diese Wasserpflanzen sehen nicht nur unschön aus, es stört beim Fahren, gelangt womöglich in die Schiffschraube und nimmt womöglich den Fischen den notwenigen Sauerstoff.
Auf den engen Kanälen gestern, unter Naturschutz, gab es das nicht!
Wenn ich jetzt an meine Umweltsünden denke: alleine auf einem Hausboot das Platz für zwei hatte. Aber auch zu zweit wird aus diesem schönen Reisetag kein ökologisch guter Reisetag.

Ich wünsche mir, dass diese einmalige Natur hier erhalten wird. Da können Hausboote gern auch dazu gehören, denn sie sichern hier viele Arbeitsplätze.
Aber von diesem Umdenken ist man in Indien leider noch weit entfernt.



Blick auf die Seenlandschaft der Backwaters.

THEKKADY

Thekkady liegt im Bergland der Westghats, etwa 1.200 Meter hoch und ist umgeben von bis zu 2.000 Meter hohen Bergen. Das Klima ist sehr angenehm.

Sehenswert ist der in einem Naturschutzgebiet liegende Periyar Lake. Der Stausee ist etwa 3 km vom Eingang des Periyar Tiger Reserve Park entfernt. Ein schöner Spaziergang durch den Wald, es fahren aber auch TukTuks.

Die erste Bootsfahrt startet um 7.30 h morgens und ich glaube es ist auch die beste Zeit für diese rund 90 Minuten Bootstour. Obwohl die kleinen Dampfer ganz schwimmfähig aussehen, müssen alle Passagiere eine Schwimmweste tragen. Etwas lästig, besonders da sie durch den Tau feucht sind.



Mystisch sehen die abgestorbenen Reste der aus dem Wasser ragenden Bäume aus.



Für Tieraufnahmen reichte mein Teleobjektiv leider nicht immer aus, besonders der kleine Eisvogel (Kingfisher) konnte ich nicht richtig abbilden.

Hier in Thekkady ein sehr gepflegtes, kleines guesthouse (mit kostenlosem W-LAN) ausfindig gemacht: OASIS HOMESTAY, Infos unter www.oasisthekkady.com

MUNNAR

Munnar liegt ebenfals im Bergland der Westghats, rund 4,5 Autostunden von Kochin entfernt. Wir haben, gezwungen durch einen landesweiten Streik, die Route von Thekkady über den benachbarten Bundesstaat Tamil Nadu nach Munnar gewählt.



Sehenswert sind hier einfach nur die endlosen Teeplantagen und die traumhafte Landschaft.





Der Besuch des Teemuseum, in dem über die Geschichte von Munnar und dem Aufbau der Teeplantagen, sowie deren Ernte und Verarbeitung berichtet wird, ist auf jeden Fall lohnend. Natürlich kauft man da auch am preisgünstigsten und besten Tee ein.



KOCHIN

Kochin ist eine Industrie- und Hafenstadt. Mit 600.000 Einwohner, bzw. 2,1 Millionen im Einzugsgebiet, nicht allzu groß und daher überschaubar.





Am Marine Drive gibt es einen sehr schönen Park direkt am Hafen.



Eine der Hauptattaktionen ist Fort Kochin. Hier gibt es die St. Francis Church, die um das Jahr 1.500 von den Portugiesen gebaut wurde. Hier gibt es auch so genannte Chinesische Fischernetze, große Netze, die an einer Holzkonstruktion hängen und mit Hilfe von Gegengewichten aus dem Wasser geholt werden.



Selbstverständlich kann man den hier gefangenen Fisch sich in einem nahegelegenen Restaurant zubereiten lassen. Für Freunde von indischen Volkstänzen empfehle ich den Besuch des Folklore Cultural Theater, direkt gegenüber der Chinesische Fischernetze.



Aktualisiert am: 1.10.2014
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