Informationen zu unserer Patenschaft für

RAHUL SINGH

H.E.L.G.O. e. V. in Hamburg

mit der Partnerorganisation HELGO North Point - Kolkata / Kalkutta


Rahul arbeitete bis 2010 als Lumpensammler auf einem riesigen Müllberg in Howrah, der Zwillingsstadt von Kolkata (ehemals Kalkutta). Der Müllberg ist so groß, dass er über die im Internet vorhandenen Satellitenbilder probemlos erkennbar ist.


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Die Howrah Bridge, die Howrah mit Kolkata verbindet, ist eine der meist befahrensten Brücken der Welt. Sie ist schemenhaft von dem Müllberg zu erkennen.

Wer hier lebt und arbeitet gehört zur untersten Schicht der indische Gesellschaft. Lesen und Schreiben kann hier kaum einer der hier lebenden Erwachsenen. Armut, Krankheit, der Kampf um das tägliche Überleben, Hoffnungslosigkeit sind hier allgegenwärtig. H.E.L.G.O. e.V. in Hamburg, bzw. deren indische Partnerorganisation, unterhält hier seit über 10 Jahren eine Außenstelle in der über 100 Kinder betreut werden.

Barfuss oder in FlipFlops klettern die Mädchen und Jungs durch den Müll. Verletzung durch scharfkantige Gegenstände oder Glasscherben im Müll sind an der Tagesordnung.

Die Kinder müssen hier arbeiten, um zu dem Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Tagesverdienst: 30 oder 40 Rupee pro Tag, das sind weniger als 0,50 Euro.

H.E.L.G.O. e.V. durchbricht diesen Kreislauf, dass erwachsen werdende Kinderarbeiter wieder neue Kinderarbeiter "produzieren". Bildung statt Kinderarbeit ist das Motto. Und das System ist so einfach wie genial: Die Kinder gehen in die Schule und die Eltern erhalten, zur Kompensation des Verdienstausfalles der Kinder, Reis und andere Lebensmittel. Damit entfällt die Notwenigkeit für die Kinder zum Arbeiten. Der Schulbesuch wird überwacht, Nachhilfe - in dem indischen Schulsystem dringend notwendig - wird gestellt, dazu kommt noch ein kostenloses, reichhaltiges Mittagessen. Diese Leistung helfen wirklich und können mit wenigen Euro im Monat finanziert werden.

Heute, im Jahr 2013/14 ist Rahul in der 4. Klasse.
Die Patenschaft haben meine Frau und ich im April 2011 beantragt. H.E.L.G.O. e.V. hat Rahul für uns ausgesucht und ich bezeichne es als Wink des Schicksals, dass ich die ersten Fotos von Rahul während meines ersten Besuches im Feburar 2011 in Howrah (siehe mein Bericht "Ein Paradies inmitten des Chaos") gemacht habe. Da war er in der ersten Klasse. Im Februar 2012 haben wir uns dann richtig kennen gelernt.

Rahul ist ein fleißiger Schüler. Davon konnte ich mich selbst überzeugen. Wir haben zusammen gerechnet und er hat mir aus seinem Englischbuch vorgelesen. Nun, sein Englisch ist noch katastrophal! Im indischen Schulsystem wird hauptsächlich auswendig gelernt. Das heißt: die Kinder lernen etwas, verstehen aber den Sinn nicht. Deutlich wurde das, als er ohne Punkt und Komma den Text vorlas. Er konnte es perfekt, aber ich bin sicher er hat nicht verstanden was er vorgelesen hat. Da ist noch viel Arbeit zu leisten, von den Sozialarbeitern, den Nachhilfelehrer und von den beiden Freiwilligen. Rahul kann Hindi lesen und schreiben, damit hat er seinen Eltern schon viel voraus. Die Notwendigkeit Englisch zu lernen wird er spätestens dann einsehen, wenn er merkt, dass er außerhalb seines häuslichen Umfeldes mit Hindi nicht weiterkommt, dafür gibt es in Indien zu viele Sprachen mit unterschiedlichen Schriften. Vielleicht ist es für ihn auch ein Anreiz mit mir sprechen zu können, denn ich werde ihn auch zukünftig besuchen.

Einmal in Jahr erhalten wir eine Kopie seines Schulzeugnisses und eine kurze Beschreibung über die Verhältnisse in denen Rahul und seine Eltern leben. Das ist immer viel Arbeit für die Sozialarbeiter. Sie werden dabei von den beiden Freiwilligen, Daniel und Julius (2011/12), Moritz und Oliver (2012/13) oder Benedikt und Jonathan (2013/14) unterstützt, die wiederum wertvolle Anregungen und Sichtweisen vermitteln. Die indischen Sozialarbeiter machen einen sehr guten Job und lernen stetig dazu, wie sie den deutschen Paten/in das Leben in den Slums und die Situation der Kinder beschreiben können.
Bitte lesen Sie die jährlichen Sozilaberichte über Rahul, sein Zeugnis und den persönlichen Brief das jedes Patenkind an seine/n Paten/in schickt.
Auch für mich, der die Sitaution vor Ort gut kennt, immer wieder ein Beweis, dass meine Unterstützung direkt bei der Familie in Indien ankommt.

Der jährliche Bericht von HELGO North Point zusammen mit dem Schulzeugnis von Rahul

Rahul Singh "Zeugnis - 2012"

Der Begleitbief von Moritz und Oliver, den wir zusammen mit den Weihnachtsgrüßen unseres Patenkindes erhalten haben, zeigt anhand einiger Beispiele sehr gut auf, wie unterschiedlich die Welt in Indien und Deutschland ist. Für uns belanglose, einfachste Fragen stellen die Patenkinder vor unlösbare Aufgaben. Sie haben sich nie über solche Fragen Gedanken gemacht und die Fähigkeit das zu kommunizieren oder gar über ihr Leben erzählen zu können fehlt. Das hat bisher nie jemand interessiert! Und jeder in der Nachbarschaft lebt das gleiche Leben; warum also soll man darüber reden?

Lesen Sie selbst: Weihnachtsgrüße von Rahul und ein paar interessante Hintergrundinformationen:

Weihnachtsgrüße "Weihnachtsgrüße - 2012"

Natürlich schreiben wir (und alle Paten/innen auch) einmal im Jahr einen Brief an unser Patenkind. Hier versuchen die Paten ihren Patenkindern mit Fotos und kurzen Worten (in Englisch) etwas vom Leben hier in Deutschland zu vermitteln. Vom Winter, den die Kinder nicht kennen, vom Karneval oder anderen typischen Vorkommnissen. Ich habe bei einem Mädchen, das mit ihrer Familie in einem Slum am By Pass in Tikiapara wohnt, selbst erleben können, dass diese Briefe wie Kostbarkeiten aus einer anderen Welt aufbewahrt und stolz gezeigt werden.
Daher ist es ganz wichtig, dass jeder, der eine Patenschaft übernimmt, auch einmal im Jahr ein paar Sätze an das Patenkind schreibt, zusammen mit einer möglichst bunten Grußkarte oder Fotos.

2013 - der jährliche Bericht zusammen mit Rahuls Schulzeugnis:

Jahresbericht 2013 "Jahresbericht - 2013" Zeugnis 2013 "Zeugnis - 2013"

Rahul ist ein guter Schüler, nur mit dem Englischunterricht tut er sich schwer. Das hatte ich leider bei meinem Besuch im Februar schon selbst bemerkt.

Weihnachtsgrüße 2013:

Gastfeundschaft wird auch in der ärmsten Hütte groß geschrieben! So bekam ich immer, wenn ich Rahul besuchte, von der Mutter ein Tasse Tee und Kekse. In meinem jährlichen Brief, den ich Anfang 2013 an Rahul schrieb, bat ich ihn mir zu beschreiben, wie seine Mutter diesen Tee kocht. Lesen Sie jetzt seine Antwort:

Weihnachtsgrüße 2013 "Weihnachtsgrüße - 2013"



Im März, wie jedes Jahr am Ende des Schuljahres und nach Erhalt der Zeugnisse, dürfen 50 Kinder für eine Woche nach Puri ans Meer fahren. Ans Meer! Keines der ehemaligen Kinderarbeiter aus den Slums von Kolkata war jemals man Meer, in einem Gästehaus und mehrere 100 Kilometer von ihren Familien getrennt. Können Sie sich vorstellen mit welcher Freude und Erwartungen die Kinder diesem Erlebnis entgegenfiebern? Die Auswahl aus den über 200 Kindern, die von HELGO North Point betreut werden erfolgt über die Schulnoten und natürlich wird darauf geachtet, dass jedes Kind einmal an der Reihe ist.

Ich beabsichtigte diese Seite mit der Beschreibung über die Fortschritte und Entwicklung von Rahul auch zukünftig fortzusetzen. Rahul steht repräsentativ für alle Kinder von HELGO North Point.



Konnte ich Ihnen Lust auf eine Patenschaft machen?

Werden Sie Mitglied und damit Pate aller Kinder oder als Pate für ein Kind.

Gerne berichte ich Ihnen persönlich über die Familie, das Kind und dessen schulische Entwicklung. Schreiben Sie mir Name und Projekt Nummer Ihres Patenkindes und was Sie ganz besonders interessiert.

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Jeder Euro zählt und Ihre Spende (ist steuerlich voll abzugsfähig) kommt ohne Abzug von Verwaltungsgebühren bei den Kindern an, denn alle Mitglieder der H.E.L.G.O. e. V. arbeiten ehrenamtlich.

Sie möchten Pate werden oder H.E.L.G.O. e.V. dauerhaft unterstützen?

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.helgo-ev.de

BITTE HELFEN AUCH SIE: Spendenkonto von H.E.L.G.O. e.V. in Hamburg

Konto Nr.: 4780 888 COMMERZBANK AG, Hamburg, BLZ 200 400 00 .
IBAN: DE28 2004 0000 0478 0888 00 BIC: COBADEFFXXX .

 

Vielen Dank für Ihr Interesse.

Albert Schneider, Höchster Strasse 7, 65203 Wiesbaden

Telefon: 0611 - 690 1910 E-Mail: Schneider.Albert[at]gmx.de

Franz von Assisi:

Gegen die Nacht können wir nicht ankämpfen, aber wir können ein Licht anzünden.

Foto: mit freundlicher Genehmigung: Manuela & Magali - http://www.yallah.lu